|
 |
 |
 |
 |
 |
Dachfolie aus Kautschuk für Garagen und Carports |
|
 |
Verlegung und Nahtverbindungen
Bitte beachten Sie, dass nicht jede Kautschukfolie mit diesem System verbunden werden kann!
Transport
Bitte sorgfältig transportieren, die Kautschukfolie braucht keine besonderen Temperaturen/Wetterbindungen bei der Lagerung, nur vor Beschädigungen schützen. Das Zubehör benötigt einen kühlen und trockenen Lagerort (10-25°C).
Verlegung
Das Planum von Unrat, Steinen, Wurzeln u.ä. säubern und ggf. eine Sandschicht einbringen. Die Folie (EPDM-Membrane) sollte durch ein Schutzvlies/Schutzmatte vor Beschädigungen von unten geschützt werden. Die Kautschukfolie ausrollen und auseinanderziehen. Randüberlappung mindestens 30 cm. Die Folie nicht unter Spannung befestigen (durch eingraben oder Ballast oder ähnliche Befestigungen). Mit Wasser befüllen und später die endgültige Randbefestigung ausführen.
Nahtverbindungen
Die Nahtverbindungen nebeneinanderliegender Folien müssen direkt nach demEntspannen der Geomembranen gefertigt werden.
Die Folien müssen spannungslos und ohne erhebliche Falten verlegt werden, mit einer Überlappung von mindestens 150 mm. Nähte müssen längs zur Böschung verlaufen. Waagerechte Nähte sind nicht erlaubt.
Bei weichem Untergrund wird unter die Nahtstelle ein Holzbrett, ein Stück Isolationsmaterial oder eine Faserplatte gelegt. Mit voranschreitender Verbindung der Folienbahnen, wird dieses Brett mit einem Seil verschoben.
Nahtverbindungsverfahren
Zwei überlappende Geomembranen werden mit einem Klebeband - QuickSeam® Splice Tape - zusammengefügt. Hier finden Sie die verschiedenen Schritte die für die richtige Ausführung der Naht erforderlich sind.
Schritt 1 : Auslegen der Geomembran
Die zwei Geomembranen werden mit einer genügenden Überlappung verlegt (± 200 mm).
Die Geomembranen müssen völlig flach liegen und dürfen keine Spannung vorweisen.
Auf der unteren Folie wird mit einem Marker genau angegeben, wo Klebeband aufzubringen ist.
Diese Markierung muss etwa 10 bis 20 mm vom Nahtrand der überlappenden Folie liegen. Die Markierung wird im Abstand von 1 m wiederholt.

Schritt 2 : Vorbereitung der Überlappung
Die obere Folie wird über etwa 250 mm umgefaltet und der umgefaltete Teil wird vorläufig in Abständen von einem Meter mit QuickPrime verklebt, um die obere Bahn zu fixieren.
Falls die EPDM Geomembran sehr verschmutzt ist, empfehlen wir, die Randzone erst mit einem in Splice Wash Nahtreiniger getränkten Tuch, zu reinigen. Jede Bodenberührung muss vermieden werden, um die Folie im Überlappungsbereich nicht zu verschmutzen.
Schritt 3 : Auftragen des QuickPrime Nahtprimers als Haftvoranstrich
Vor dem Auftragen den QuickPrime umrühren und eine kleine Menge (1,5 l) in einem Eimer gießen. Der Primer wird mittels eines Scheuerschwamms aufgetragen.
Der Scheuerschwamm wird mit dem QuickPrime getränkt. Dazu den Schwamm eintauchen, waagerecht halten, sodann den überflüssigen Primer abtropfen lassen.
Das QuickPrime wird mit regelmäßigen Bewegungen gleichmäßig auf die ganze Nahtlänge aufgetragen, sowohl auf die Unterseite der oberen Folie wie auf die Oberseite der unteren Folie, und zwar so, dass eine gleichmäßig graue Oberfläche ohne Streifen und ohne Nassstellen zustande kommt. Ein mit QuickPrime getränkter Schwamm reicht für die Behandlung einer Länge von ± 1,00 m und einer Breite von 100 mm (einseitig).
Der Schwamm muss nach 60 m gewechselt werden, oder jedesmal, wenn der Primer im Schwamm angetrocknet ist. Die verwendeten Schwämme werden also am Tagesende weggeworfen.
Zusätzlicher Primer ist erforderlich bei werksseitig hergestellten Nähten, bei einer Kreuzung von 2 Nähten und an Stellen, an denen die Folie mit Kontaktkleber verschmutzt ist.
Die beiden Seiten der Naht sollten gleichzeitig behandelt werden, um eine identische Trockenzeit zu bekommen.
Den Haftvoranstrich völlig trocknen lassen (± 10 Minuten), bevor das Klebeband angebracht wird. Die Trocknung wird überprüft, indem man mit einem trockenen und sauberen Finger auf die behandelte Fläche drückt. Wenn der Primer nach der Berührung keine Fäden mehr zieht, ist er trocken. Die Trocknungszeit ist durch die Witterung (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind) bedingt.

Schritt 4 : Anbringen des Klebebandes
Das QuickSeam Klebeband wird mit dem Schutzpapier nach oben auf die untere Folienbahn geklebt. Bitte achten Sie darauf, dass der Rand mit den angebrachten Markierungen übereinstimmt.
Das Band wird mit einer 100 mm breiten Silikongummiwalze kräftig angerollt, um einen guten Kontakt zu erreichen.

Schritt 5 : Schliessen der Überlappung
Lockern Sie die vorläufige Fixierung der oberen Folie und lassen Sie sie ohne Falten und ohne Spannung auf die untere Folie fallen. Die obere Folie soll auf dem Schutzpapier liegen.
Das Klebeband soll 10 bis 15 mm über den Rand der oberen Geomembran herausragen. Andernfalls muss die obere Folie an den Stellen, an welchen nicht genügend Klebeband herausragt, weggeschnitten werden. Es soll also immer am Ende Nahtklebeband zu sehen sein (sollte es in der Praxis nicht gelingen, bitte mit Nahtsicherung abdichten) !

Schritt 6 : Entfernen des Schutzpapiers
Falten Sie zuerst die obere Folie zurück, um so das Schutzpapier über 30 cm zu entfernen. Entfernen Sie das Schutzpapier in einem Winkel von 45° mit einer konstanten Geschwindigkeit. Das Papier parallel zur unteren Geomembran halten.
Gleichzeitig wird mit der anderen Hand in einer zur Naht senkrechten Reibbewegung die obere Folie an das Klebeband gedrückt.

Schritt 7 : Andrücken der Nähte
Schließlich wird die Naht mit der Silikongummiwalz angedrückt, erst quer zur Naht (1), dann parallel zur Naht (2).

Die vollendete Naht sieht folgendermaßen aus:

Sonderfall - Nahtbandende und T-Stoß
Besondere Sorgfalt ist erforderlich (Bandüberlappung, T-Stoß, usw.):
Wenn die zu behandelnde Naht länger ist als das Klebeband: In diesem Fall beträgt die Überlappung zwischen zwei Klebebändern mindestens 25 mm. An der Überlappung wird eine Absicherung aus FormFlash (225 x 200 mm) angebracht.
Dort, wo mehrere Geomembranen aufeinander verlegt werden, dürfen an einer gemeinsamen Stelle nur drei Folien überlappen. Diese Stelle muss mit einer Verkleidung aus FormFlash abgesichert werden (200 mm x 200 mm).
Dort, wo die Neigung der Geomembran sich ändert (von waagerecht nach senkrecht), wird über die Naht eine Absicherung aus FormFlash angebracht (200 mm x 200 mm), wie nachstehend:
 Senkrechte Nahtabsicherung
Wenn die Folie verschmutzt ist (Schlamm, usw.), empfehlen wir, den Überlappungsbereich mit dem Nahtreiniger Splice Wash zu behandeln, bevor der QuickPrime Nahtprimer aufgetragen wird.
Wenn die Wetterbedingungen ungünstig sind (Nässe, Kondensation auf dem Nahtprimer, Regen) muss die Verwendung des QuickSeam Splice Tape Klebebandes gestoppt werden.
Abrutschen der Geomembran während der Anwendung des Klebebandes und der ersten Minuten danach soll vermieden werden.
Es dürfen nicht mehr Folien ausgerollt werden, als die Anzahl, die an einem Tag verarbeitet werden kann, damit keine lose Folien liegen bleiben.
Nähte auf Böschungen müssen parallel mit der Neigung laufen, d.h. von oben nach unten. Waagerechte Nähte auf Böschungen sind nicht erlaubt.
Alle Ausführungen durch Copyright © geschützt.
|
|