Gartenteich
Tipps zum Gartenteich
Hitze im Sommer. Vorsicht damit der Garteinteich nicht
umkippt. So wird der Gartenteich fit für den Winter.
Die Hitze kommt: Was tun, damit der Gartenteich nicht umkippt?
Die Sommermonate werden zur Belastungsprobe für den Gartenteich: Die Wärme senkt den Sauerstoffgehalt des
Wassers und erhöht gleichzeitig die Gefahr der Überdüngung. Abhilfe schaffen eine gute
Belüftung sowie Teichfilter. Wichtig ist die Kontrolle des Fischbestandes: Pro Kubikmeter Wasser ist ein
Besatz mit maximal drei Tieren - mit einer Gesamtlänge von 25 Zentimetern - empfehlenswert. Ein bedeutender
Auslöser der Probleme sind die Ausscheidungen der Fische. Sie erhöhen das Nährstoffangebot im
Wasser und fördern das Algenwachstum. Im weiteren Prozess werden dann absterbende Algen, aber auch
Fischfutter, von Mikroorganismen zerlegt. Bei diesem Prozess wird Sauerstoff verbraucht, der schließlich
den Fischen fehlt. Außerdem entsteht das für die Tiere giftige Abbauprodukt Ammoniak. In der heißen
Jahreszeit ist die Gefahr der Überdüngung, der so genannten Eutrophierung, besonders hoch. Die
tagsüber schnelle Erwärmung des Teichwassers regt das Algenwachstum stark an.
Nachts belüften rettet Fische
Ein Hinweis für die Sauerstoffversorgung: Viele Gartenfreunde schalten die Belüftungssysteme nachts ab - das
ist falsch. Die Teichpflanzen stellen in der Nacht ihren Stoffwechsel um und verbrauchen Sauerstoff. Daher ist
seine Konzentration in den Morgenstunden besonders niedrig und gefährdet so das Überleben der Tiere.
Ist der Gartenteich einmal aus dem Gleichgewicht geraten, muss er durch menschlichen Eingriff wieder reguliert
werden. Für den Moment lassen sich die Algen mit einem Kescher entfernen. Für eine dauerhafte Lösung
bieten sich mehrstufige Filtersysteme an: Sie bauen mit Hilfe von Mikroorganismen überschüssige
Nährstoffe ab und reinigen das Wasser mechanisch von Schmutz und Grünalgen.
So wird der Gartenteich fit für den Winter.
Um den Teich samt seiner tierischen Bewohner erfolgreich über den Winter zu bringen, sind bereits im Herbst
einige Vorbereitungen notwendig. In den frostgefährdeten Regionen sollten die Arbeiten schon im Oktober
angegangen werden. Im Gegensatz zu den robusteren Naturteichen brauchen die Zierteiche recht viel Aufmerksamkeit:
Ist der Zierteich beispielsweise in einer festen Plastikschale angelegt, ist es erforderlich das Wasser komplett
abzupumpen. Geschieht dies nicht, könnte die Schale durch die Sprengkraft des Eises Risse bekommen oder
auseinander brechen. Auch die Teichpumpe sollte vor dem Frost abgebaut werden und in einem mit Wasser
gefüllten Gefäß frostfrei gelagert werden. Nicht nur der Teich selbst, sondern auch seine Bewohner
sind im Winter bedroht: Besonders bei kleineren Zierteichen ist es wichtig, Laub, modernde Pflanzen und
Blütenteile herauszufischen, da es später unter einer geschlossen Eisdecke zu einer Überdüngung
kommen kann. Etwas Laub sollte allerdings auf dem Teichgrund zurückbleiben, damit sich hier Kleintiere und
Frösche verkriechen und auf diese Weise überleben können. Um den Luftaustausch im Gartenteich
zu verbessern, sollte eine Stelle im Eis offen bleiben. Bei Zierteichen bietet sich an, eine Styroporplatte auf
das Wasser zu legen, die dann ein vollständiges Zufrieren verhindert. In Naturteichen wird durch die
Pflanzenstengel des Randbewuchses in der Regel genug Sauerstoff ausgetauscht.
Zierfische umsiedeln
Teiche mit einer Wassertiefe von mehr als einem Meter frieren in unseren Breitengraden selten bis zum Grund zu.
Hier können Fische problemlos überwintern. Dagegen ist es unumgänglich, frostempfindliche
Pflanzen und Fische in ein Überwinterungsbassin umzusiedeln. Zur Fischfütterung ist das normale
Teichfutter ungeeignet, da es nicht alle notwendigen Stoffe enthält. Als Alternative bietet sich
Zierfischfutter an. Ist das Bassin im Keller oder in einem anderen kühlen Raum untergebracht, kann auf eine
Fütterung ganz verzichtet werden. Der Grund ist, dass der Stoffwechsel der Fische bei weniger als 12 Grad
Wassertemperatur stark abnimmt.
Frische Luft für Fische: Den Gartenteich eisfrei halten
Ein zugefrorener Gartenteich mag ein romantischer Anblick sein. Für die Fische aber, die unter der Eisdecke
eingeschlossen sind, kann er zur Todesfalle werden. Vor allem bei flachen Teichen sollte daher stets eine Stelle
eisfrei bleiben. Das Hauptproblem ist der Luftabschluss: Die Blätter und Pflanzenreste auf dem Teichboden
zersetzen sich auch während Winters und entziehen dem Wasser dadurch Sauerstoff. Wenn nun kein Luftsauerstoff
mehr von außen zugeführt wird, kann das Leben spendende Element knapp werden. Außerdem entstehen
durch die Zersetzung schädliche Faulgase, die nicht entweichen können. Im schlimmsten Fall gehen
Fische und Kleinstlebewesen zugrunde. Besonders betroffen sind Teiche mit einer Wassertiefe von weniger als
80 Zentimetern. Vor allem in kälteren Landstrichen kann hier der Lebensraum der Fische schnell die kritische
Grenze unterschreiten. Bei tieferen Teichen überstehen die Tiere den Winter meist unbeschadet. Auch bei
naturnahen Teichen besteht wenig Handlungsbedarf, da entlang des Randbewuchses Luft ausgetauscht wird und die
Faulgase entweichen.
Die Lösung: Eisfreihalter
Der Fachhandel bietet verschiedene Hilfsmittel an, um das Wasser an wenigstens einer Stelle offen zu halten.
Die einfachste Variante sind Eisfreihalter aus Styropor, die auf die Wasseroberfläche aufgesetzt werden.
Komfortabler sind Teich- und Belüftungspumpen. Sie halten das Wasser kontinuierlich in Bewegung und
verhindern so das Zufrieren - je nach Leistung - selbst bei zweistelligen Frostgraden. Außerdem verbessern
die Pumpen aktiv die Luftzirkulation. Darüber hinaus werden elektrische Teichheizer angeboten, die die
Wassertemperatur erhöhen. Ein Einsatz dieser Technik ist aber nur in Ausnahmefällen notwendig; denn
die einheimischen Fischarten kommen, in Gegensatz zu Exoten wie den Koi, mit der Kälte recht gut zurecht.
Falls es allerdings schon passiert sein sollte, dass der Gartenfreund vor einer geschlossenen Eisfläche
steht, darf er die Decke nur mit sanften Methoden öffnen. Wer dagegen das Eis aufhackt, erzeugt damit
starke Schallwellen, die die Schwimmblase der Fische schädigen können.