Schwimmbeckenfolie - Eigenschaften - Farben - Bauliche Voraussetzungen

Dichtungsbahnen für den Schwimmbadbau
Schwimmbeckenfolie mit Gewebe - Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung

Deutsche bzw. westeuropäische Spitzenqualität i.A. DIN 16726 und DIN 16734

1. Vorbemerkung zur Schwimmbeckenfolie

Mit unseren Dichtungsbahnen Schwimmbeckenfolie und Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung werden Architekten und Bauherren Materialien an die Hand gegeben, welche Ihnen ermöglichen, Schwimmbecken preisgünstig und schnell auszukleiden.
Es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich um private Bäder im Haus und Garten oder um öffentliche Frei- und Hallenbäder handelt. Unsere Dichtungsbahnen haben sich für Neubauten sowie Renovierungsmaßnahmen seit langem bewährt. Therapeutisch bzw. medizinisch genutzte Bäder sowie Wellenbäder bedürfen einer gesonderten Anfrage bzw. Freigabe. Die speziellen Eigenschaften der unserer Dichtungsbahnen ermöglichen u. a. kostensparende bauliche Maßnahmen, die nur bei einer lose verlegten, elastischen Auskleidung realisierbar sind, z.B. werden Bauwerksfugen oder evtl. entstandene Rissbildungen in der Konstruktion problemlos überbrückt.
Die schnelle Verarbeitung und sofortige Benutzbarkeit sind weitere, nicht zu unterschätzende, Vorzüge. Eine über 20jährige Erfahrung und eine ausgereifte Technik stehen den Planern, Bauherren und Verlegern mit dieser technischen Verlegeanleitung zur Verfügung.

2. Gültigkeitsbereich

Diese Produktinformation mit Verlegeanleitung gilt für das Abdichten von Schwimmbecken mit verstärkten Kunststoff-Dichtungsbahnen aus PVC-P. Dabei kann es sich sowohl um Hallenbäder als auch um Freibäder handeln.
Die Beckenkonstruktion besteht aus massiver Bausubstanz wie z. B. Beton, Stahlbeton oder Mauerwerk.
Diese Verlegeanleitung gilt nicht für Thermalbäder und Wellenbäder.

Die Angaben beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen zur Zeit der Drucklegung. Änderungen bleiben vorbehalten. Produktanwender müssen die jeweils neueste Ausgabe benutzen, die bei uns angefordert werden kann. Es gelten unsere jeweiligen allgemeinen Geschäftsbedingungen.

3. Eigenschaften der Schwimmbeckenfolie

Unseren Dichtungsbahnen Schwimmbeckenfolie und Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung wurden gezielt für die Belange des Schwimmbadbaus entwickelt. Sie erfüllen die Stoffnorm DIN 16734. Die Dichtungsbahnen Schwimmbadfolie bestehen aus flexibel eingestelltem Polyvinylchlorid (PVC-P) und sind mit einer Gewebeeinlage versehen. Die Dichtungsbahnen Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung sind zusätzlich rutschhemmend durch eine oberseitige Pyramidenprägung.
Die Dichtungsbahnen gewährleisten dauerhaft und sicher die primäre Aufgabe der Badabdichtung. Alle Dichtungsbahnen zeigen eine gute Optik; durch äußere Einflüsse können Farbveränderungen im Verlauf der Nutzung auftreten. Eine Funktionsbeeinträchtigung der Abdichtung ist dabei nicht zu erwarten. Unsere Dichtungsbahnen dürfen nicht mit Bitumen in Kontakt kommen oder verarbeitet werden. Der Kontakt mit anderen Kunststoffen ist zu vermeiden. Die max. Wassertemperatur darf + 30°C nicht auf Dauer überschreiten.

3.1 Physikalische Eigenschaften


   Prüfungen nach DIN 16726 und nach DIN 16734

Physikalische Eigenschaften

3.2 Weitere Eigenschaften


Die Schwimmbeckenfolie und Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung [Dichtungsbahnen aus PVC-P mit Verstärkung aus Hochfest-Gewebe (z. B. TREVIRA) sowie Oberfläche mit Pyramidenprägung] sind alterungsbeständig und unempfindlich gegen Wasserzusätze und Reinigungsmittel in normaler Konzentration bei kontinuierlichem Betrieb und Wasserpflege. Überdosierungen von Wasserpflegemitteln und unsachgemäße Anwendung von Reinigern können die Auskleidung, Farbe und Flexibilität des Materials schädigen.
Die Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung sollte nur in unter Wasser liegenden Bereichen zur Erhöhung der Rutschfestigkeit verlegt werden.

3.3 Abmessungen Schwimmbeckenfolie


Rollenmaße Schwimmbadfolie

Abmessungen Schwimmbeckenfolie mit Pyramidenprägung:

Rollenmaße Schwimmbadfolie mit Pyramidenprägung

4. Bauliche Voraussetzungen privates Schwimmbad

4.1 Verlegeflächen


Die Verlegeflächen können aus Beton oder verputztem Mauerwerk, mindestens Mörtelgruppe II, bestehen. Sie müssen glatt und ausreichend gehärtet sein. Kiesnester, Schalungsgrate, Drahtenden oder dergleichen sind zu beseitigen. Bewehrungseisen o. ä. müssen eine Betonüberdeckung von > 2 cm haben. Die Flächen können einseitig gekrümmt sein; allseitig gekrümmte Flächen sind nicht zu empfehlen. Risse in den Bauwerksflächen, die breiter als 0,5 mm sind, müssen vor Beginn der Abdichtungsarbeiten ausgespachtelt werden. Unmittelbar vor jeder Verlegung müssen die Flächen abschnittsweise mit Haarbesen abgekehrt und von losen Partikeln sauber gereinigt werden. Gegebenenfalls sind Staubsauger zu verwenden.

4.2 Grundwasser


Liegt das Becken im Bereich von Stau- oder Grundwasser, so muss verhindert werden, dass sich hydrostatischer Druck zwischen Beckenkonstruktion und Innenabdichtung aufbauen kann. Dies kann erreicht werden durch Drainagen oder Außenabdichtungen.

4.3 Umgänge


Bei Schwimmhallen sind Umgänge wie Feuchträume gegen Durchsickern von Oberflächenwasser abzudichten. An den umlaufenden Wänden ist die Abdichtung mindestens 15 cm über Oberkante fertigen Fußboden hochzuführen und wasserdicht zu verwahren. Die eigentliche Schwimmbeckenauskleidung kann an die umlaufende Bodenabdichtung angeschlossen werden.

4.4 Rohbeckenablauf


Ein Rohbeckenablauf soll an der tiefsten Stelle des Beckens vorhanden sein. Dieser Ablauf hat die Aufgabe, eventuell anfallendes Kondensat zwischen Beckenauskleidung (Dichtungsbahn) und Konstruktion abzuleiten. Der Rohbeckenablauf kann gleichzeitig nach entsprechender Vorrichtung eine Kontrollfunktion auf Dichtigkeit der Auskleidung darstellen.

4.5 Anstriche


Alte Anstriche, vor allem Chlorkautschukfarben, sind durch mindestens eine Lage lose verlegtes Schutzvlies abzudecken oder durch Sandstrahlen, Flammstrahlen, Abbürsten oder ähnliches restlos zu entfernen. Verwendet werden kann ein Schutzvlies P, mit 300 g/m2 Flächengewicht. Eine Klebung der Schutzvliese ist nur mit einem geeignetem Kleber auf Acrylat- oder Dispersionsbasis, auch punktweise, möglich. Das Schutzvlies P muss unter den Formteilen der Fixierung liegen.

4.6 Polsterung/Trittfreundlichkeit


Als Polsterung und/oder Trittfreundlichkeit kann das Schutzvlies P von mindestens 3 mm Dicke mit 300 g/m2 Flächengewicht eingesetzt werden. Das Schutzvlies P hat polsternde, aber keine glättende Wirkung, es wird je nach Dicke stumpf gestoßen oder überlappt. Überlappungen und Stöße können sich bedingt durch den späteren Wasserdruck abzeichnen. Alle Vliese müssen vor der Verlegung der Dichtungsbahn desinfiziert werden.