Tipps zum Garten für März
Der Rasen - Kampf dem Rasenfilz
Zum guten Start in die Vegetationsperiode braucht der Rasen Luft zum Wachsen. Darum gönnen Sie ihm eine Frühjahrskur:
Rücken Sie dem Rasenfilz mit einem Vertikutierer zu Leibe. Im Laufe eines Gartenjahrs bildet sich stets aufs Neue der
lästige Filz. Um bis zu einem Zentimeter kann jene Schicht, die großenteils aus abgestorbenen Pflanzenteilen und
Schnittgutresten besteht, jährlich anwachsen. Das nicht verrottete Material hat eine dunkelbraune Farbe, verdichtet sich
oberhalb der Grasnarbe und macht dem Rasen schwer zu schaffen.
Das Problem: Nährstoffe, Luft und Wasser können die Rasenwurzeln nur noch schwer erreichen. Die Pflanzen trocknen aus,
die Wurzeln verkümmern. Moos macht sich breit und es entsteht ein idealer Nährboden für Rasenkrankheiten, wie zum
Beispiel Hexenring oder Schneeschimmel. Charakteristisch für einen betroffenen Rasen sind kränkelnde, hellgrüne
Flächen. Nach sechs Wochen dichter als zuvor.
Die Lösung heißt Vertikutieren:
Mit einem handelsüblichen Gerät - einem Vertikutierrechen oder einem Elektrovertikutierer - können Sie die
Filzschicht problemlos entfernen. Die Gartenhelfer schneiden Filz und Erdboden senkrecht ein
(
VERTIKal = senkrecht,
CUT = engl.: schneiden). Auf diese Weise wird das unerwünschte Material entfernt.
Auch die Lebensadern störender, flach wurzelnder Wildkräuter werden so durchtrennt.
Und so vertikutiert man richtig: Die Messer des Gerätes sollten so eingestellt werden, dass sie den Boden nur drei bis
vier Millimeter tief einschneiden. So werden die Rasenwurzeln nicht geschädigt und zugleich werden die schnell
verschleißenden Messer geschont. Ein zuvor gemähter Rasen erleichtert übrigens die Arbeit. Zudem sollte der
Boden nicht zu feucht sein. Ein Rasen sollte beim ersten Vertikutieren mindestens drei Jahre alt sein. Mit ein wenig Dünger
kann die anschließende Regeneration der Grasnarbe unterstützt werden. Spätestens sechs Wochen nach der
Behandlung ist das Gartengrün dichter denn je.