VERARBEITUNG DER KAUTSCHUKFOLIEN (EPDM TEICHFOLIE UND DACHFOLIE)
ALLE ANGABEN GELTEN FÜR DIE EPDM-MEMBRANE VOM HERSTELLER FIRESTONE
Für die
unterschiedlichen Firestone EPDM Systeme empfiehlt Firestone die folgenden Dachbahn-/Planenbreiten
Dachsystem
|
Dachsystem |
Dachbahnbreite |
|
Auflast –
Umkehrdach |
3.05 – 6.10 –
9.15 – 12.20 – 15.25 |
|
Vollflächig
verklebt |
3.05 – 6.10 |
|
Mechanisch
fixiert VAB |
6.10 – 9.15 |
|
Mechanisch
fixiert BIN |
1.67 – 2.28 –
3.05 |
Kalte Witterung
kann die Verarbeitung der Dachbahn einschränken Insbesondere bewirkt die
unterseitige Talkumbeschichtung und die stramme feste Verpackung, dass in den
Wintermonaten die Dachbahn für die Entspannung länger benötigt.
Bei den vollflächig
verklebten Systemen können die Faltungslinien in der Dachbahn während der
kalten Monate eine gleichmäßige Verklebung auf dem Untergrund erschweren. Für
diese Periode empfiehlt Firestone die Verwendung der 3,05 m breiten Dachbahnen,
die keinerlei werkseitige Faltungen oder Nähte aufweisen.
Das mechanisch befestigte VAB - System kann ebenfalls von kalter
Witterung beeinflusst werden, wenn große Planen ausgefaltet und mit
Befestigungsschienen überdeckt werden müssen. Firestone rät bei kaltem Wetter
nur Dachbahnen der Breite 6.10 m zu verwenden oder das BIN -System anzuwenden,
das schmalere ungefaltete Dachbahnen verwendet.
Vor dem Einbau der
Firestone - EPDM Dachbahnen muss sich der Verleger davon überzeugen, dass der
Untergrund den von Firestone festgesetzten Anforderungen entsprechen.
Alle fehlerhaften
Stellen des Untergrundes müssen korrigiert werden und die endgültige Oberfläche
muss den zuvor angesprochenen Grundsätzen entsprechen, Es ist von großer
Bedeutung, dass der Untergrund frei von scharfen Kanten und / oder Gegenständen
ist, die die Dachbahn beschädigen können. Fegen Sie entweder die Oberfläche ab
oder verlegen Sie, wo erforderlich, eine Trennlage.
Plazieren Sie die EPDM Dachbahn so nahe wie möglich an der
endgültigen Position. Es ist einfacher, die Rolle präzise an dieser Position
abzulegen, als diese später, wenn sie bereits ausgerollt worden ist, die
Ausrollrichtung ist auf dem Etikett der Rolle angegeben.
Untersuchen
Sie die Verpackung der Rolle und die Dachbahn selbst vor und während des
Einbaus auf Beschädigungen. Alle Dachbahnen sollen ohne Dehnung auf dem Dach
ausgerollt, ausgefaltet und positioniert werden. Die Dachbahnen können durch
Aufblähen mit Luft unter der Plane seitwärts bewegt werden. Vor jedem Schneide-
oder Klebevorgang soll die Dachbahn die Gelegenheit haben, während mindestens
30 Minuten Spannungen abzubauen. Große Planen (12.20 und 15.25 m) benötigen
zur Entspannung mehr Zeit (45 Minuten). Schneiden sie die Bahn über den
Regeneinläufen kreuzweise ein, um im Falle eines plötzlichen Regenschauers
überschüssiges stehendes Wasser abzuleiten.
EPDM
Dachbahn sollen so verlegt werden, dass die Nähte im Dachbereich und an den
Anschlüssen kein Wasser aufhalten. Geradlinige Schnitte sind für eine einfache
und saubere Verlegung von Bedeutung. Um dies zu erreichen rät Firestone zur
Verwendung von Scheren, Markern und Schnurschlägen.
Lassen Sie
jeweils eine ausreichende Menge Materials für die Verklebungen übrig, während
die Überlappung zur angrenzenden Bahnen von der Art der Verklebung und der
Attikaanschlüsse bestimmt wird. Das Material für den Attikaanschluß hängt von
der gewählten Detailausbildung ab. Lassen Sie zusätzlich 150 mm Dachbahn an den
Dachrändern und den Wandanschlüssen stehen, um eine endgültige Positionierung
zu ermöglichen.
Provisorische
Auflast kann erforderlich sein, um die Planen solange in der Position zu
halten, bis die endgültige Lagesicherung erfolgen kann. Diese temporäre Auflast
kann unter anderem aus Sandsäcken oder aus anderen, nicht rauhen Materialien
(Gummi-Reifen) bestehen. Verlassen Sie nie die auslegen, ohne lose verlegte
Planen provisorisch zu beschweren.
• VERLEGUNG DER DACHBAHN IM AUFLASTSYSTEM
Anwendungsbereiche
Alle Auflastdächer oder Umkehrdächer
Verlegeanleitung
Bringen Sie die angrenzenden Bahnen mit einer Überlappung
von 150 mm in ihre Position und lassen Sie sie sich entspannen.
Bedecken
Sie die lose verlegten Dachbahnen so bald als möglich mit:
• Kies, in Form von glatten, abgerundeten
Flußkieselsteinen eines adäquaten Durchmessers ohne Anteil von gebrochenem
Stein (nominal 0 20 - 40 mm)
• Es muss
sichergestellt sein, dass die Dachbahn vollständig bedeckt ist. Es ist ein
Mindestgewicht von 50 kg/ m2 erforderlich. In manchen Fällen kann
dies jedoch nicht den örtlichen Vorschriften genügen oder die Fläche
vollständig bedecken.
• Gebrochener Kies wechselnder Körnung, Diese Art von Auflast enthält
gebrochene Steine und kann während des Aufbringens die EPDM Dachbahn
beschädigen. Firestone empfiehlt daher, eine mechanische Trennlage (>200 g/ m2)
zwischen der Dachbahn und dem Ballast anzuordnen.
• Betongehwegplatten mit einer glatten Oberfläche. Die Fugenbreite
zwischen den Platten soll 10 mm nicht überschreiten. Ordnen Sie ein Schutzvlies
oder eine zusätzliche Lage EPDM Dachbahn direkt unter den Betonplatten an.
• Für besondere Einsatzgebiete wie Parkdecks
oder Dachgärten können andere Typen von Auflast verwendet werden wie z. B. Erde,
Ortbeton usw.; diese erfordern jedoch eine spezifische Untersuchung der
Randbedingungen. Befolgen Sie die örtlichen Vorschriften bezüglich der Art, der
Mindestabmessungen und des Mindestgewichts des Ballastes und bitten Sie den
technischen Dienst von Firestone um weitere Angaben und spezifische
Detailausbildungen.
Lagern Sie
das Auflastmaterial nicht konzentriert auf dem Dach. Verteilen Sie den Ballast
mit glatten Werkzeugen über der Dachbahn wie vorgeschrieben (gummibereifte
Schubkarren, Rakel usw.) und vermeiden Sie den direkten Kontakt, wenn der
Ballast mit einem Gebläse verteilt wird. An Ecken usw. verteilen Sie den
Ballast von Hand/ mit dem Fuß, um das frisch eingebaute Detail herum.
Kiesballast, der für den Einbau von Wartungswegplatten übrig bleibt sollte
neben diesen Platten gleichmäßig verteilt werden, um die vorgeschriebene
Auflastmenge einzuhalten.
Bei Dächern ohne
Attika ist innerhalb eines Bereiches von 300 mm der Einbau von
Wartungswegplatten nicht zulässig, verwenden Sie Betongehwegplatten.
Bei
Umkehrdächern kann die Wärmedämmung aus extrudiertem Polystyrol direkt auf die
EPDM Dachbahn verlegt werden. Die Wärmedämmplatten sollen bis auf 6 mm an alle
Aufkantungen heran verlegt werden. Verkleben Sie die Dämmplatten weder auf der
Dachbahn noch untereinander. Rollen Sie eine Schutzlage über der Wärmedämmung
mit einer Überlappung von l 00 mm an den Seiten und 150 mm an den Querstößen
aus. Diese Schutzmatte soll an allen Aufkantungen mindestens 10 mm über die
Auflast herausgeführt werden.
• VERKLEBTE VERLEGUNG MIT FLÄCHENKLEBER
Anwendungsbereich:
Diese Verlegetechnik ist für vollflächig
verklebte Dachaufbauten und als Alternative für die mechanische Befestigung des
Dachrandes bei den mechanisch befestigten Dachsystemen B.LN. , V.A.B. und
Reinforced vorgesehen.
Verlegeanweisung
• Verlegen Sie die
Dachbahn mit einer Überlappung von mindestens 100 mm und lassen Sie sie
relaxieren.
• Klappen Sie die erste Dachbahn auf sich selbst gleichmäßig zurück, so dass
die Unterseite ebenso sichtbar wird wie der Untergrund. Die Dachbahn soll eben
liegen, um die Bildung von Falten während und nach der Verlegung zu minimieren.
• Vor der Verklebung entfernen Sie losen
Staub oder andere Verunreinigungen. Fegen Sie den Untergrund und die zu
verklebende Fläche der ersten Dachbahn mit einem steifen Besen ab.

• Die EPDM - Dachbahnen
werden vollflächig mit dem Flächenkleber Bonding Adhesive verklebt. Rühren sie
den Flächenkleber Bonding Adhesive vor und während der Verlegung durch, um eine
gleichmäßige Mischung ohne Ablagerungen auf dem Boden des Gebindes zu
erreichen. Für eine gleichmäßige Verklebung und deren Leistungsfähigkeit ist
ein gut vermischter Kleber entscheidend.

• Der Flächenkleber Bonding Adhesive muss
mit einer Kleberolle in einer gleichmäßigen Schicht auf beiden zu verklebenden
Flächen aufgetragen werden (Verbrauch ca. 5 m2/ Gallone für beide Flächen). FIRESTONE empfiehlt, dass
diese Tätigkeit von zwei Personen ausgeführt wird, um das Erreichen einer gleichmäßigen
Ablüftzeit zu erleichtern. Vermeiden Sie während der Verlegung Klumpen oder
Kleberanhäufungen. Eine zu große Klebermenge wird die Trocknungszeit verlängern
und die Produktivität verringern. Verwenden Sie für einen gleichmäßigen
Kleberauftrag große lösemittelbeständige Rollen mit einer Breite von 200 bis
250 mm mit
kurzen Fasern. Achten Sie darauf, dass kein Flächenkleber Bonding Adhesive auf
diejenigen Flächen aufgetragen wird, die später gereinigt und mit einer anderen
Bahn oder auf die ein armierter Quick Seam Randfixierungsstreifen aufgeklebt
werden. Verwenden Sie einen Schnurschlag um die Nahtklebezone zu markieren, die
sauber bleiben muss.
• Lassen Sie das Lösemittel auf natürliche Weise solange verdunsten, bis
der Kleber sich klebrig anfühlt. Die Ablüftzeit ist abhängig von den
Witterungsbedingungen und der Klebermenge. Benutzen Sie auf keinen Fall ein
Heißluftgerät, um diesen Vorgang zu beschleunigen.
• Berühren Sie die
Klebefläche mit einem sauberen und trockenen Finger, um den Kleber auf seine
Trockenheit zu überprüfen. Wenn Sie den Kleber berühren, drücken Sie senkrecht
nach unten, um die Masse des Klebers unter seiner Oberfläche auf Fädenziehen zu
untersuchen.

Abb.
8.3
Drücken Sie mit
Ihrem Finger sodann schräg nach vorne, um festzustellen, ob der Kleber in
seiner gesamten Dicke trocken ist. Wenn Sie bei einer der beiden Bewegungen
feuchten oder fadenziehenden Kleber feststellen, wenn Sie den Finger anheben,
ist dieser noch nicht bereit für die Verklebung.
Wenn die erste Dachbahn ablüftet ist, legen Sie die
angrenzenden Bahnen aus und lassen Sie sie sich relaxieren.
Verkleben
Sie die Dachbahnen an der Faltung beginnend. Rollen Sie langsam und gleichmäßig
den mit Kleber bestrichenen Teil der Dachbahn auf den ebenso behandelten
Bereich des Untergrundes, um die Bildung von Falten zu minimieren.

Abb.
8.4
•
Drücken Sie die verklebte Hälfte der Dachbahn mit einem harten Besen an, um
einen korrekten Verbund zu gewährleisten. Gutes Andrücken wird die Klebung
verstärken, Wiederholen Sie diesen Vorgang mit den zweiten Hälfte der Dachbahn,
um die Verklebung zu vervollständigen.
• Treffen Sie besondere Vorkehrungen, wenn die Außentemperatur unter +
10°C sinkt. Ein bestimmtes Zusammenwirken von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
kann zur Bildung von Kondensat auf der Oberfläche des Flächenklebers Bonding
Adhesive führen. Wenn diese Bedingungen auftreten, verkleben Sie nicht die
Dachbahnen nicht.
•
Warten Sie solange, bis die Außentemperatur nicht länger zur Kondensatbildung
führt und trocknen Sie die Oberfläche mit trockenen und sauberen Tüchern,
tragen Sie sodann eine neue dünne Kleberschicht auf fahren fort.
MECHANISCHE BEFESTIGUNG "DURCHBRUCH/ BEFESTIGUNG"
(V.A.B.)
Anwendungsbereich:
Diese Verlege - Technik wird bei der
mechanischen Befestigung durch die Dachbahn hindurch angewendet.
Verlegeanweisung
• Die Dachbahnen der Dachfläche werden auf dem Untergrund
mechanisch mit Befestigerschienen, die auf die Bahn aufgelegt werden, fixiert;
diese werden danach mit Abdeckstreifen abdichtet.
• Entnehmen Sie die Position der Befestigerschienen und die
projektbezogenen Abmessungen der Windzonen (Bereich hohen Windsogs wie Eck-
oder Randbereich, Hochpunkte, Fußpunkte von Höhenvorsprüngen oder Penthäusern)
der Windlastberechnung und dem Verlege - Plan.
• Stellen Sie auf Stahltrapezblech-Untergründen sicher, dass auf einer
möglichst großen Fläche die Befestigerschienen senkrecht zu den Obergurten
verlegt werden, um eine Überlastung der Konstruktion zu vermeiden. In
Bereichen, in denen die Befestigungsschiene parallel zu den Obergurten verlegt wird,
soll deren Lage den Obergurtabständen angepasst werden.
• Um die Zahl der
Kreuzungen der Nahtverklebungen mit den Befestigerschienen zu minimieren
empfiehlt FIRESTONE, dass die EPDM - Dachbahnen in der Randzone (1) wie unten
dargestellt parallel zur Attika und im Mittenbereich (2) senkrecht zu den
Obergurten verlegt werden.

• Verlegen Sie die EPDM -
Dachbahnen in Übereinstimmung mit dem Verlegeplan mit einer Mindestüberlappung
von 100 mm und lassen Sie die Dachbahn sich relaxieren.
• Im Mittenbereich
des Daches müssen die Dachbahnen mit senkrecht zu den Obergurten des
Stahltrapezblechs verlaufenden Befestigerschienen mechanisch fixiert werden. Im
Randbereich und in Bereichen hohen Windsogs können die EPDM - Dachbahnen
entweder vollflächig gemäß der zuvor beschriebenen Technik verklebt oder mit
einem oder mehreren parallel zum Dachrand verlaufenden Befestigerschienen
mechanisch fixiert werden.
Abb. 10.1

• Eine
fortlaufende Reihe von Befestigerschienen soll an der Innenkante der Randzone
verlegt werden, um diese vom Mittenbereich zu trennen. Diese Befestigerschienen
sollen um 100 mm von der Kante zum Dachrand hin versetzt eingebaut werden. Im
Fall einer vollflächig verklebten Randzone muss darauf geachtet werden, dass
kein Flächenkleber Bonding Adhesive versehentlich auf den Bereich der Dachbahn
des Randbereiches beiderseits der Befestigerschienen aufgetragen wird.
• Vordem Einbau der Befestigungsschiene auf den Dachbahnen muss
sichergestellt sein, dass die EPDM - Dachbahnen glatt und ohne Falten liegen
und dass Schmutz und Feuchtigkeit von der Dachbahn entfernt werden. Verwenden
Sie einen Schnurschlag, um die dem Verlegeplan entsprechende korrekte Position
der Befestigerschienen einzuhalten und um diese in einer geraden Linie
einzubauen.
• Wenn die Befestigungsschienen auf der Baustelle
geschnitten werden müssen, so sind die Enden halbmondartig zuzuschneiden.
Vergewissern Sie sich, dass alle durch Schneiden entstandenen Grate und
scharfen Kanten entfernt werden und bringen Sie unter die Befestigungsschiene
ein kreisrundes Stück EPDM - Bahn von 50 mm Durchmesser an beiden Enden auf der
Dachabdichtung auf. Verwenden Sie einen Befestiger um zwei überlappende
Befestigungsschienen zu fixieren.
• Die Befestiger sollen so tief
eingebaut werden, dass sie sich im Untergrund einsenken können. Hierbei soll
das Ende der Befestigungsschiene etwas tiefer liegen als die restliche Schiene.
Der Befestiger soll fest im Untergrund verankert sein. Achten Sie darauf, dass
der Befestiger nicht überdreht wird, da dies eine Aufwölbung der Schiene
zwischen den Fixierungen bewirkt. Wenn die Befestigungsschiene sich verwindet,
lösen Sie die Schraube wieder leicht. Es sollte ein elektrischer Schrauber mit
Tiefenanschlag oder ein Setzautomat verwendet werden. Sobald der Setzautomat
justiert ist, wird der Befestigereinbau gleichmäßig ablaufen.
• Die Kunststoff-Befestigungsschienen sollen unter keinen
Umständen vorgebohrt werden. Treiben Sie nie einen Befestiger mit einem Hammer
durch die Kunststoffschiene. Firestone rät zur Verwendung von metallischen
Befestigungsschienen, wenn auf Betonuntergründen gearbeitet wird oder irgendeine
andere Tragdecke ein Vorbohren erforderlich macht. Sollte es bei einer
Kunststoff-Befestigungsschiene nötig werden, sie an einer Stelle zu
verschrauben, an der sich keine Vorbohrung befindet, wird sich das
Fixierungselement selbst ein Loch bohren.

Abb. 10.1
• Sich kreuzende Befestigungsschienen sollten
nicht überlappt werden. Die Schiene soll 200 mm vor der sie Kreuzenden enden
(siehe Abbildung) so dass sich die Abdeckstreifen nicht überlappen.
• Bauen Sie nicht
mehr Befestigungsschienen ein, als am selben Tag überdeckt werden können.
•
Alternative Verlegung.


3.
VERLEGUNG
• VERLEGUNG
DER DACHBAHN IN DER MECHANISCHEN FIXIERUNG - BIN
Anwendungsbereich
Diese
Verlegetechnik soll im BIN (Befestigungsschienen in der Nahtüberlappung) -
System angewendet werden.
Verlegeanweisungen
• Die Dachbahnen des Innenbereiches werden mittig in den
Längsüberlappungen mit Befestigungsschienen im Untergrund fixiert.
• Wählen Sie die Breite der Dachbahn nach den erforderlichen Abständen
der Befestigungsschienen aus. Die geeignetesten Breiten der Dachbahn entnehmen
Sie der folgenden Tabelle:
|
Abstand zwischen den Befestigungsschienen |
Dachbahnlänge (m) |
Dachbahnbreite |
|
0.94 |
1,14 (halbe Rolle) |
3’9* |
|
1.47 |
1.67 |
5’6* |
|
2.08 |
2.28 |
7’6* |
|
2.58 |
3.05 |
10’ |
• Informationen über die Windlastberechnung sowie die Lage
der Befestigungsschienen entnehmen Sie bitte dem diesbezüglichen Abschnitt am
Ende der Broschüre, der auch Angaben über die nationalen Vorschriften (Bereiche
hohen Windsogs wie Firste, Randbereiche und Höhenvorsprünge und Penthäuser)
enthält.
• Auf Stahltrapezblech ist es wichtig, dass so viele der Dachbahnen wie
möglich senkrecht zu den Obergurten der Bleche verlegt werden. In den
Bereichen, in denen die Dachbahn parallel zu den Obergurten verläuft, sollte
die Breite der Dachbahn den Verhältnissen so angepasst werden, dass das
Stahitrapezblech nicht überlastet wird. Firestone rät, die Dachbahnen so
anzuordnen, wie aus der Abbildung hervorgeht, in der Randzone parallel zur
Attika und im Mittenbereich senkrecht zu den Obergurten des Trapezblechs.
• Ordnen Sie die Dachbahnen in Übereinstimmung mit dem
Verlegeplan mit einer Überlapp-
pung der Längsnähte von mindestens
200 mm und von 150 mm an den Querstößen an. Vor
der mechanischen Fixierung soll das
Material Gelegenheit haben, sich zu entspannen.
Im Mittenbereich des Daches sollte die Dachbahn mit Befestigungsschienen
mechanisch befestigt werden. An den Dachrändern und in Bereichen mit erhöhtem
Windsog können die EPDM Dachbahnen entweder den Verlegeanweisungen folgend
vollflächig verklebt oder mechanisch in der Bahnüberlappung fixiert werden.
Wenn die Windlastberechnung einen geringeren als den normalen Abstand der
Befestigungsschienen erfordert, können zusätzliche Schienen über der Dachbahn
angeordnet werden, wie bereits für die VAB-Technik beschrieben wurde. Eine
fortlaufende Reihe von Befestigungsschienen soll entlang der Begrenzung des
Mittenbereiches (2) angeordnet werden, um diesen von der Randzone (1) zu
trennen.
Wenn der Randbereich vollflächig verklebt wird, muss
Sorgfalt darauf verwendet werden, dass kein Flächenkleber auf die Unterseite
der mittenseits der Trennungsschiene zu liegen kommender Dachbahn der Randzone
gelangt,
Abb. 13.1

• Vor dem Einbau der Befestigungsschienen in die
Überlappung zwischen den Dachbahnen sollten Sie sich davon überzeugen, dass die
Bahnen glatt und ohne Falten liegen. Entfernen Sie Schmutz und Feuchtigkeit.
Benutzen Sie einen Zollstock und einen Schnurschlag, um die genaue und
geradlinige Position der Befestigungsschienen innerhalb der 200 mm breiten
Überlappung festzulegen. Die Befestigungsschienen sollten mit Hilfe der bereits
fixierten Schienen eingemessen werden. Verwenden Sie nicht die Dachbahn als
Hilfsmittel. Überlappen Sie die angrenzenden Dachbahnen um 80 mm über die
Außenkante der Befestigungsschienen.
• Installieren Sie
die Befestigungsschienen wie zuvor beschrieben. An Stellen, an denen die
Laufrichtung der Bahnen wechselt, sollen die Schienen zuvor enden. Sie sollen -
wie gezeigt- in den Nahtklebebereichen angeordnet werden.


• Die Querstöße angrenzender Dachbahnen und die Längsnähte mit
eingebauten Befestigungsschienen sollen so verklebt werden, wie im folgenden
Abschnitt erläutert wird.
3.2 NAHTVERKLEBUNG
• ALLGEMEINES ZUR VERKLEBTEN NAHTFÜGUNG
Im Firestone
System gibt es zwei Arten von Nahtfügungen:
Werkseitige Nahtverbindungen: Hier werden die
Nähte nach der Herstellung der Dachbahnen noch vor ihrer Vulkanisation
durchgeführt. Das Material der Naht ist homogen und zu 100% vernetzt. Dies
ermöglicht die Herstellung großer, nahtloser Planen, die die Anzahl der Verklebten
Nahtfügungen auf dem Dach verringert.
Bauseitige Nahtfügungen: Auf der Baustelle werden
die Nahtverbindungen entweder mit einem selbstklebenden Nahtfügeband
(Standardlösung) oder mit einen Nahtkleber ausgeführt.
In diesem Abschnitt wird insbesondere auf die
bauseitige Nahtfügung der Firestone - EPDM Dachbahnen und die
Verklebungsmethoden der verschiedenen Firestone EPDM Systeme eingegangen.
Vorgänge bei der Verklebung
Die Firestone - EPDM Dachbahn besteht aus einem zu hundert
Prozent vernetzen Material; zwei überlappende Dachbahnen sind einander
gegenüber chemisch gleich und kleben nicht zusammen. Schweißtechniken oder
Quellschweißmittel können nicht angewendet werden, um die Bahnen mit einander
zu verbinden. Zwei angrenzende Bahnen müssen also mit einem chemisch aktiven
Material verbunden werden: entweder einem QuickSeam -selbstklebenden
Nahtfügungsband oder einer filmartig dünnen Schicht des Nahtklebers.
In beiden
Fällen wird eine erfolgreiche Nahtverklebung von einem zuverlässigen Kontakt
zwischen dem Kleber und der Dachbahn abhängen. Aus diesem Grund muss die
Vorbereitung der Klebeflächen mit äußerster Sorgfalt erfolgen. Unter einem
Mikroskop betrachtet ist die Oberfläche der EPDM Dachbahn nicht völlig eben,
sie sieht wie eine Orangenhaut aus, voll EPDM kleiner
Unebenheiten und Graten. Es ist auch wichtig festzuhalten, dass die Oberfläche
nicht vollständig sauber, sondern Tape mit Talkum und Staub verschmutzt ist.
Durch das Abreiben/ Anrauhen der Oberfläche mit
einem mit QuickPrimer getränkten Schwämmchen verändern sich diese Unebenheiten,
wobei sie eine für die Verklebung empfangsbereite Oberfläche schaffen.
Abb. 14.3 Die aktiven Moleküle des QuickPrimers
werden in einem Lösungsmittel transportiert, das eine flächige Verteilung und
ein tiefes Eindringen der Komponenten in die Oberflächengrate bewirkt. Wenn der
größte Teil des Lösungsmittels bereits verdunstet ist, bleibt der QuickPrimer
noch chemisch aktiv und bietet dem QuickSeam - selbstklebenden Nahtfügungsband,
das die Nahtverbindung vollendet, eine klebrige Oberfläche.

EPDM Prlmer Tapa
EPDM Primer
Tape
3.
VERLEGUNG
Zusätzlich
zudem Verklebungsmechanismus (Affinität zwischen dem Kleber und der Molekülen
der Oberfläche der Dachbahn) werden die Unebenheiten der Dachbahn -Oberfläche
mechanisch durch die Komponenten des QuickPrimer verzahnt. Beide Mechanismen
schaffen hoch widerstandsfähige molekulare Verbindungen. Es wird zwischen 7 und
28 Tage dauern, bis aus dem QuickPrimer die verbleibenden Lösemittel verdunstet
sind und somit die Vernetzung abgeschlossen ist. Dieser Vorgang hängt
hauptsächlich von der Temperatur ab. Die gleiche Überlegung gilt bei der
Verwendung des Nahtklebers SpliceAdhesive.
Bei
den EPDM - Flachdachabdichtungssystemen werden die folgenden Produkte für die
Herstellung einer Nahtverklebung angewendet:
• 75 mm
(3") QuickSeam Selbstklebendes Nahtfügeband • 175 mm (7") QuickSeam
Selbstklebendes Nahtfügeband • QuickSeam Abdeckband für Befestigerschienen
• Nahtkleber Splice Adhesive
Die Erfahrung bis
heute hat gezeigt, dass die EPDM - Nahtverklebung mit dem Nahtkleber Splice
Adhesive und QuickPrimer besonders "Dachdecker-freundlich" sind.
Diese Verlegetechnik passt sich gut den unterschiedlichen Alltagssituationen
auf der Baustelle an (wechselndes Wetter, unterschiedliche Verlegearten). Das
Quick Schrubber Reinigungsset (Griff, Schwamm und Marker) macht die Verwendung
des Primers leicht, sauber, schnell und zuverlässig,
Die
Verfahren für QuickPrimer , wie sie auf den nächsten Seiten beschrieben werden,
sind ebenfalls für die Systemdetails anwendbar, bei denen andere QuickSeam
Produkte zum Einsatz kommen, z.B. bei der Randfixierung mit dem QuickSeam
verstärkten Randfixierungsstreifen, bei Anschlüssen an Metall-Kantenprofilen
mit QuickSeam Anschlußbahnen, Anschlüsse an Rohrdurchführungen mit der
9uickSeam Rohrdurchführungsmanschette usw.
Alle zu
verklebende Nähte müssen frei von Schmutz, Feuchtigkeit und allen anderen Verunreinigungen
sein, bevor Nahtklebebänder oder der Nahtkleber Splice Adhesive angewendet
werden. Die folgenden Produkte werden zum Reinigen empfohlen;
•
QuickPrimer:
wird zur
Vorbereitung all jener Nahtverbindungen verwendet, bei denen QuickSeam -
Produkte verwendet werden sollen (QuickSeam Selbstklebendes Nahtfügeband
,QuickSeam verstärkter Randfixierungsstreifen, QuickSeam Abdeckband für
Befestigerschienen, QuickSeam Anschlußbahn und QuickSeam
Rohrdurchführungsmanschette )
•
Nahtreiniger Splice Wash :
wird verwendet,
wenn Schmutz, und Verblockungsschutz sowie Talkum von der EPDM Oberfläche
entfernt werden sollen. Er enthält mit EPDM kompatible Chemikalien, welche die
Oberfläche dadurch aktivieren, dass sie die Mikrounebenheiten der Oberfläche
öffnen und Verunreinigungen entfernen, die mit dem Kleber nicht kompatibel
sind.
•
Warnung:
andere
Reinigungsprodukte wie bleifreies Benzin werden nicht empfohlen. Sie können mit
Spuren von Produkten verunreinigt sein, die negativ mit EPDM reagieren und es
nicht vermögen, die Oberfläche in der gleichen Weise zu aktivieren.
3.
VERLEGUNG
Alle Nahtfügeprodukte (QuickSeam, QuickSeam, Selbstklebendes
Nahtfügeband, QuickPrimer Kleberund Dichtungsmassen) unterliegen durch das
Produkt selbst bedingten Einschränkungen. Beachten Sie die technischen
Spezifikationen auf den technischen Datenblättern, um eine korrekte Anwendung
sicherzustellen.
Lagern
Sie alle FIRESTONE - Produkte in ihren originalen Gebinden oder ungeöffneten
Verpackungen und verwenden Sie bei Produkten, die nicht lange haltbar sind,
früherer Lieferungen zuerst, damit sie vor dem Ablauf der Wirksamkeitsdauer
verwendet werden. FIRESTONE empfiehlt, Kleber, Primer, und Dichtungsmassen bei
Raumtemperatur zwischen 15°C und 25°C zu lagern. Wenn diese Produkte niedrigeren
Temperaturen ausgesetzt waren, sollen sie drei bis vier Stunden vor der
Verwendung auf Raumtemperatur gebracht werden. Nahtverklebungen können bei
kalter Witterung fortgeführt werden, vorausgesetzt, Kleber und QuickPrimer
hatten vor der Verwendung Raumtemperatur und wurden erst maximal vier Stunden
vor Gebrauch auf das Dach gebracht. Rühren Sie Kleber und Primer gründlich vor
und während des Gebrauchs um. Dies ist eine entscheidende Maßnahme, wenn die
Materialien ihre Wirkung erzielen sollen. Verändern Siedle Produkte nicht durch
Zugabe von Lösungsmitteln. Aufmerksamkeit muss auch der Verwendung von Klebern
und Primern bei warmer Witterung geschenkt werden. Sehr heißes Wetter kann zu
einer schnellen Verdunstung der Lösungsmittel führen. Dies kann dadurch vermieden
werden, dass die Gebinde an heißen Sommertagen gegen hohe Temperaturen durch
eine Wärmedämmplatte zwischen ihnen und der Dachbahn sowie durch ein Stück
Dachbahn über ihnen geschützt werden. Alle Fragen bezüglich der
Einsatzbedingungen eines Produktes sollten mit der technischen Abteilung von
FIRESTONE besprochen werden. Bitte beachten Sie den Herstellungscode des
Produkts
Manche Arten von Wärmedämmung wie extrudiertem und expandiertes
Polystyrol sollten nicht mit den Lösungsmitteln des Nahtreinigers Splice Wash,
QuickPrimer oder des Nahtklebers Splice Adhesive in Kontakt gelangen. Es wird
empfohlen, einen 500 mm breiten Streifen von Polyethylen im Nahtfügebereich
unter die Dachbahn zu legen, um diese Wärmedämmungen zu schützen.
• NAHTVERKLEBUNG MIT DEM 75 MM (3") SELBSTKLEBENDES NAHTFÜGEBAND

Anwendungsgebiet:
FIRESTONES 75 mm (3") Selbstklebendes Nahtfügeband ist für die
Nahtverklebung in der Dachfläche für alle diejenigen Systeme gedacht, die in
der unten stehenden Tabelle aufgeführt sind.
|
System |
Einsatz |
|
Auflastdächer,
Umkehrdächer, vollflächig verklebt |
Alle
Nähte |
|
Mechanisch
fixiert, VAB – System |
Alle
Nähte |
|
Mechanisch
fixiert, BIN – Nähte |
Nur
Querstöße, Längsnähte: 175 mm Bänder |
1. Schritt:
Rollen Sie die Bahnen mit einer Überlappung von 100 mm an den Längsnähten
aus. Sobald beide Dachbahnen richtig liegen, markieren Sie 10 - 15 mm vor der
Kante auf der unteren Dachbahn alle 300 mm einen Strich mit dem mitgelieferten
weißen Kreidestift.

Abb. 15.1
Benutzen Sie Ihren Finger als Führung entlang der oberen Kante, das gibt
Ihnen ein genaues Maß für diesen Vorgang. Die Markierung dient als Orientierung
für den Auftrag des QuickPrimers und das Aufbringen des Nahtbandes.
2. Schritt:
Zurückklappen der Überlappung
Klappen Sie die obere Bahn auf sich selbst zurück und
heften Sie sie mit QuickPrimer alle 1,5 m und an werkseitigen Nähten der
Dachbahn fest. Dies hält die Bahn während der Nahtklebe - Vorgangs in Position.

3. Schritt: Auftragen des QuickPrimers
Entfernen Sie losen Staub und Schmutz von der Bahn und den
werkseitig hergestellten Nähten mit einem steifen Besen. Vorreinigen
("Anrauhen") ist an den Stellen erforderlich, an denen sich eine
größere Menge von Staub, Mica und Flächenkleber BondingAdhesive befindet, sowie
an allen werkseitig hergestellten Nähten. Tauchen Sie den Quick Schrubber in
das QuickPrimer ein, halten Sie ihn dabei horizontal und flach, so dass kein
Primer vorzeitig herabtropfen kann.

Tragen Sie die
QuickPrimer mit langen gleichmäßigen vorwärts- und rückwärts gerichteten Bewegungen
parallel zur Nahtkante über die gesamt Nahtklebefläche auf, bis die Oberfläche
dunkelgrau wird und keine Streifen oder Ansammlungen des QuickPrimers mehr
aufweist. Bearbeiten sie, beginnend mit der zurückgeklappten Fläche beide zu
behandelnden Bereiche zur gleichen Zeit, damit beide die gleiche Zeit zum
ablüften haben. Stellen Sie sicher, dass sie über die Markierung der unteren
Bahn und über die zurückgeklappte Kante der oberen Bahn hinaus den QuickPrimer
einarbeiten. Der Quick Schrubber hält genug QuickPrimer für eine Fläche von
ungefähr 1,5 m2.
4. Schritt:
Lassen Sie
den QuickPrimer komplett ablüften. Überprüfen Sie die Trockenheit mit dem zuvor
beschriebenen "Drücke - und Schiebe" -Test (Auftrag des
Flächenklebers) im hinteren Bereich der Klebezone, indem Sie mit einem
trockenen und sauberen Finger gerade auf den QuickPrimer herunter drücken.
Schieben Sie den Finger jetzt unter einem Winkel auf dem Primer nach vorn. Der
Primer soll sich klebrig anfühlen, ohne jedoch Fäden zu ziehen.

Abb.
15.4
5.
Schritt:
Einbau des
75 mm (3") breiten QuickSeam - selbstklebenden Nahtfügungsbandes. Positionieren
Sie das 75 mm (3") QuickSeam - selbstklebende Nahtfügungsband auf der
unteren Dachbahn mit dem Schutzpapier nach oben. Bringen Sie das Schutzpapier
mit den Hilfsmarkierungen in Deckung. Rollen Sie das Band unverzüglich mit einem
100 mm breiten Silikongummi - Handrolle fest an. Rollen Sie dabei mit festem
Druck quer über das Band um alle Luft, die eventuell zwischen dem Band und dem
QuickPrimer eingeschlossen ist, heraus zu drücken. Ein Andrücken mit der Hand
ist nicht ausreichend, weil es keinen gleichmäßigen Druck gewährleistet.

Abb.
15.5
6.
Schritt: Kontrolle der Ausrichtung des Bandes
Lösen sie
die geheftete obere Dachbahn und lassen Sie diese frei auf das Band
zurückfallen. Ziehen Sie die Bahn überall dort zurück, wo das Schutzpapier
nicht 5 - 15 mm unter dem Bohnenrand hervorragt.

Abb.
15.6
7. Schritt: Abziehen des Schutzpapiers
Um das
Schutzpapier abzuziehen, heben Sie die obere Dachbahn wieder etwas an und lösen
Sie das Papier von dem Nahtfügeband ab. Ziehen Sie es dann senkrecht zur
Bahnenkante nach vorne von dem Nahtfügeband ab. Ziehen Sie mit einem konstanten
Tempo möglichst flach über der Oberfläche, um die Bildung von Luftblasen zu
vermeiden. Drücken Sie mit der Hand simultan mit dem Abziehen des Papiers die
Naht zusammen.

Abb.
15.7
8.
Schritt: Anrollen der Naht
Rollen Sie
die Naht mit der 50 mm oder 100 mm breiten Silikongummi - Handrolle sowohl in
Parallel- als auch in Querbewegungen über die gesamte Länge der Naht an, wobei
über beide Kanten des Nahtfügungsbandes hinüber gerollt werden soll.

Abb.
15.8
Einbautipps
• Bevor die
Dachbahn zurückgeklappt und -geheftet wird, stellen Sie sicher, dass das
QuickPrimer gründlich umgerührt und ein einen kleinen Eimer umgefüllt worden
ist.
• Bauen Sie den
QuickSchrubber zusammen, indem Sie die Auftragebürste durch Drehung in den
Griff einrasten lassen. Eine Auftragebürste
kann für ungefähr 30 Im Naht (beide Seiten)
verwendet werden. Verwenden Sie ein neues
Schwämmchen, wenn das benutzte
zusammengedrückt ist oder wenn getrockneter
Primer auf ihm klebt. Nehmen Sie zu Beginn
eines eines neuen Arbeitstags eine
frische Auftragebürste.
• Bei
normaler Anwendung, sind mindestens zwei Hin- und Herbewegungen mit dem
Schwämmchen erforderlich, drei
Bewegungen sind die Regel. Der erste Gang dient der
Verteilung des QuickPrimer und der Anrauung
der Dachbahn. Der zweite dient der weiteren
Anrauung und der Einarbeitung des
Primers. Der dritte Gang wird dann erforderlich, wenn
sich Ansammlungen von Primer gebildet
haben.
• Vorbereiten der Flächen mit viel Schmutz oder Losem Staub erleichtert
den Primervorgang. Drei bis fünf Wischbewegungen mit dem QuickSchrubber
senkrecht zur Bahnenkante sind erforderlich.
• Besondere Vorkehrungen sind erforderlich, wenn der QuickPrimer bei
kalter Witterung mit Temperaturen unter 10°C verwendet werden soll. Manchmal
führt das Zusammentreffen von bestimmten Temperaturen und relativer
Luftfeuchtigkeit zur Bildung von Kondensat auf der Oberfläche des Primers. Wenn
dieser Fall eintritt, beenden Sie den Primervorgang und warten Sie auf bessere
äußere Bedingungen, bevor Sie die Oberfläche trocknen und erneut Primer
auftragen.
• Führen Sie eine Probe der Nahtverklebung durch, um das Risiko der
Kondensatbildung zu bestimmen. Verwenden Sie niemals Heißluftgeräte oder Gasbrenner,
um den Trocknungsprozeß des QuickPrimer zu beschleunigen. Unter normalen
Bedingungen wird QuickPrimer in 5 bis 10 Minuten ablüften, bei heißem Wetter
auch schneller.
• Es kann
zu einer falschen Positionierung kommen, wenn das Nahtfügeband auf der unteren
Dachbahn aufgebracht wird. Beenden Sie
dann diesen Vorgang und schneiden Sie das Nahtfügeband ab, gehen Sie 300 mm auf
das bereits verlegte Band zurück und fahren Sie fort das Nahtfügeband entlang
der Markierung aufzubringen. Das Schneiden des Nahtfügebandes sollte in
"Sandwich" zwischen zwei Lagen von Schutzpapier erfolgen, um einen
sauberen Schnitt zu ermöglichen.
•
"Fischmäuler“, die während der Verarbeitung entstehen, sollen
weggeschnitten werden und mit einem Stück FormFlash repariert werden, das die
Kanten des Schnittes in allen Richtungen um 100 mm überlappt.
• Bei der
Verarbeitung bei niedrigen Temperaturen wird das Nahtfügeband oft lose liegen,
bei warmem Wetter ist es klebrig und schnell haftend.
• Nachdem die Naht
geschlossen worden ist, muss ein kontinuierlicher Bereich von Primer jenseits
der Kante der oberen Bahn sichtbar sein.
Besondere
Detailpunkte:
Ende des Nahtfügebandes.
Wenn eine Naht länger ist als das Nahtfügeband, so muss Band der neuen Rolle
das der vorherigen um mindestens 30 mm überlappen. Diese Stelle muss nachher
mit einer Raupe der Nahtabsicherungspaste überarbeitet werden, wie in der
Abbildung gezeigt ist.

T-Stöße
Schneiden Sie das
QuickSeam Nahtfügeband so zu, dass es mit der Kante der EPDM - Dachbahn bündig
im Bereich des T-Stoßes abschließt. Decken Sie unter Verwendung des
Flächenklebers den Bereich des T-Stoßes mit einem Stück FormFlash
(Mindestbreite 200 mm) ab.
Versiegeln die Sie
exponierten Kanten dieses Abdeckstückes mit Nahtabsicherungspaste.

Abb.
17
Wenn Sie armiertes EPDM verwenden, ist die Versiegelung
aller Nähte mit Nahtabsicherungspaste erforderlich.

•
NAHTVERKLEBUNG MIT DEM 175 MM( 7")
NAHTFÜGEBAND

Anwendungsbereich
FIRESTONE's 175 mm (7") Nahtfügeband ist für die Nahtverklebung bei
Dächern, auf denen Befestigungsschiene in der Nahtüberlappung angebracht werden
(siehe Tabelle unten) bestimmt. Das 175 mm (7") Nahtfügeband kann
ebenfalls bei Anschlüssen verwendet werden, die mit EPDM - Streifen hergestellt
werden.
|
System |
Situation |
|
Befestigerschienen in Nahtüberlappung |
Längsnähte |
|
Feldbefestiger |
Längsnähte |
Verlegeanweisung:
t. Arbeitsschritt:
Positionierung und Markierung der Bahnen
Richten Sie die Bahnen im Nahtbereich so aus, dass sich
eine Überlappung von 200 mm ergibt. Sobald sich die Bahnen in der richtigen
Position befinden, bauen Sie die Befestigungsschiene entsprechend der
Windlastberechnung ein. Stellen Sie dabei sicher, dass außerhalb der Befestigungsschiene
noch 80 mm verklebbare Dachbahn verbleibt. Dies ermöglicht es, dass das
Nahtfügeband gleichmäßig in der Überlappung aufgebracht werden kann und dass
ungefähr 90 mm falsch?! auf beiden Seiten der Befestigungsschiene verbleiben.

Abb. 19.1
Dieser Arbeitsschritt ist entscheidend, überprüfen Sie deshalb den
Nahtbereich genau, um die korrekte Anordnung der Befestigerschienen und die
richtige Überlappung sicherzustellen.
Es ist ebenso von Bedeutung, dass die Fixierungen der
Befestigerschiene nicht zu tief eingeschraubt werden. Die Naht funktioniert am
besten, wenn die Fläche, auf die das Nahtfügeband aufgebracht werden soll, so
flach wie möglich ist. Markieren Sie alle 300 mm die untere Dachbahn 10-15 mm
von der Überlappung entfernt mit der mitgelieferten weißen Kreide.
2. Arbeitsschritt:
Zurückklappen der oberen Bahnkante
Klappen Sie die obere Dachbahn ca. 300 mm zurück und heften Sie sie mit
QuickPrimer alle 1,5 m und an allen werkseitig hergestellten Nähten fest.

3. Arbeitsschritt: Auftragen des QuickPrimer
Abb. 19.2
Tragen Sie
das QuickPrimer mit langen Vor- und Zurückbewegungen parallel zur Bahnenkante
auf der gesamten Länge der Klebefläche auf, bis die Oberfläche dunkelgrau ist
und keine Striche oder Ansammlungen mehr aufweist. Stellen Sie sicher, dass das
QuickPrimer auch auf den Befestigerschienen aufgetragen wird. Vorbehandeln ist
auf allen Flächen mit viel Schmutz, Mica oder Flächenkleber und an allen
werkseitig hergestellten Nähten.

Abb. 19.3
Verlegeanweisung:
t. Arbeitsschritt:
Positionierung und Markierung der Bahnen
Richten Sie die Bahnen im Nahtbereich so aus, dass sich
eine Überlappung von 200 mm ergibt. Sobald sich die Bahnen in der richtigen
Position befinden, bauen Sie die Befestigerschiene entsprechend der
Windlastberechnung ein. Stellen Sie dabei sicher, dass außerhalb der
Befestigerschiene noch 80 mm verklebare Dachbahn verbleibt. Dies ermöglicht es,
dass das Nahtfügeband gleichmäßig in der Überlappung aufgebracht werden kann
und dass ungefähr 90 mm falsch?! auf beiden Seiten der Befestigerschiene
verbleiben.

Abb. 19.1
Dieser Arbeitsschritt ist entscheidend, überprüfen Sie deshalb den
Nahtbereich genau, um die korrekte Anordnung der Befestigerschienen und die
richtige Überlappung sicherzustellen.
Es ist ebenso von Bedeutung, dass die Fixierungen der
Befestigerschiene nicht zu tief eingeschraubt werden. Die Naht funktioniert am
besten, wenn die Fläche, auf die das Nahtfügeband aufgebracht werden soll, so
flach wie möglich ist. Markieren Sie alle 300 mm die untere Dachbahn 10-15 mm
von der Überlappung entfernt mit der mitgelieferten weißen Kreide.
2. Arbeitsschritt:
Zurückklappen der oberen Bahnkante
Klappen Sie die obere Dachbahn ca. 300 mm zurück und heften Sie sie mit
QuickPrimer alle 1,5 m und an allen werkseitig hergestellten Nähten fest.

3. Arbeitsschritt: Auftragen des QuickPrimer
Abb. 19.2
Tragen Sie
das QuickPrimer mit langen Vor- und Zurückbewegungen parallel zur Bahnenkante
auf der gesamten Länge der Klebefläche auf, bis die Oberfläche dunkelgrau ist
und keine Striche oder Ansammlungen mehr aufweist. Stellen Sie sicher, dass das
QuickPrimer auch auf den Befestigerschienen aufgetragen wird. Vorbehandeln ist
auf allen Flächen mit viel Schmutz, Mica oder Flächenkleber und an allen
werkseitig hergestellten Nähten.

Abb. 19.3
4. Schritt:
Überprüfung der Trockenheit des QuickPrimers
Lassen Sie den QuickPrimer vollständig ablüften (in der
Regel weniger als 10 Minuten). Überprüfen Sie die Trockenheit des Primers mit
dem "Drücke - und Schiebe"-Test.

5. Schritt: Aufbringen des 175 mm
(7") Nahtfügebandes
Setzen Sie zwei Personen ein, um das 175 mm
(7") Nahtfügeband auf der unteren Dachbahn mit dem Schutzpapier nach oben
in Position zu bringen. Eine Person sollte am Beginn der Naht sein, die zweite
die Rolle handhaben. Ziehen Sie die ersten drei Markierungen für die
Ausrichtung des Bandes heran. Es ist wichtig, dass die Nahtfügeband - Rolle
geradlinig ausgerollt wird. Nachdem das Band auf den ersten drei Markierungen
eingebaut worden ist, sollte die erste Person das Band mit einer sauberen QuickPrimer - Auftragebürste mit Griff der
Länge nach andrücken. Zuerst soll es über der Befestigungsschiene angedrückt
werden, gefolgt von Andruck zu beiden Seiten der Schiene.

Die zweite Person, die die Rolle handhabt, sollte diese
mit beiden Händen fest in Position halten. Die Daumen sollten auf beiden Seiten
des Bandes sein und es führen. Das Nahtfügeband darf nicht von den
Markierungen abweichen. Wenn dieses geschieht, schneiden Sie das Band ein und
beginnen mit mindestens 30 mm Überlappung aufs Neue.
6. Schritt:
Überprüfung der Ausrichtung des Bandes
Lösen Sie die Heftung der oberen Bahn und lassen Sie diese
frei auf das Schutzpapier zurück fallen. Wenn nötig, schneiden Sie die obere
Bahn zurück, wenn das Schutzpapier nicht zwischen 5 und 15 mm unter der oberen
Bahnenkante vorsteht. Wenn mehr als 10 mm geschnitten werden müssen, soll
dieser Abschnitt mit einem Stück FormFlash überdeckt werden.

Abb. 19.6
7. Schritt: Entfernen des Schutzpapiers
Entfernen Sie das Schutzpapier, indem Sie es unter 90° vom
Nahtfügeband abziehen. Ziehen Sie das Papier so flach wie möglich in einem
gleichmäßigen Tempo möglichst dicht über der Dachfläche ab, um das Risiko von
Lufteinschlüssen zu verringern. Drücken Sie mit der Hand das Band auf der
gesamten Länge der Naht fest an.

8. Schritt: Anrollen der Naht
Rollen Sie die Naht mit einer 50 oder 100 mm breiten Silikongummi -
Handrolle sowohl in Querals auch in Längsrichtung
über die gesamte Länge an.

Hinweis: Die
gleichen Anleitungen für die Behandlung von T-Stößen, Überlappungen der Bänder
gelten auch hier.
•
VERKLEBUNG MIT DEM QUICKSEAM ABDECKBAND
FÜR BEFESTIGUNGSSCHIENEN.
Anwendungsbereich
Das
QuickSeam Abdeckband für Befestigungsschienen ist für die Überdeckung der Befestigungsschienen
konzipiert worden, die im VAB-System der mechanischen
Befestigung auf der Dachbahn verlegt worden sind.

Abb.
20
Einbauanweisungen
Es ist wichtig,
daß alle Befestigerschienen, die über der EPDM Dachbahn verlegt worden sind,
vor dem Ende eines jeden Arbeitstages mit QuickSeam Abdeckband für Befestigungsschienen
überdeckt werden. Bringen Sie das Abdeckband über der gesamten Länge der
Befestigungsschiene an und achten Sie darauf, daß das Band die Schiene an
beiden Enden mindestens um 100 mm überlappt. Folgen sie ansonsten der bereits
beschriebenen Technik. Führen Sie lange Vorwärts- und Rückwärtsstriche mit
mittlerem bis starkem Druck aus, bis die Oberfläche eine dunkelgraue Farbe
annimmt. Tragen Sie den Primer unter Vermeidung von Materialansammlungen auch
über den Befestigungsschienen auf.
Lassen Sie den
Primer vollständig ablüften (meistens 10 Minuten), bevor Sie das QuickSeam
Abdeckband für Befestigungsschienen aufbringen. Um die Trockenheit des Primers
zu prüfen, wenden Sie den Drück-Schiebe-Test an
Positionieren Sie
die Rolle mit dem Abdeckband +/- 500 mm vor Stelle des eigentlichen Einbaus.
Die Rolle soll so zurechtgelegt werden, daß sie vom Stoß an ausgerollt werden
kann. Das Schutzpapier soll nach oben zeigen. Zentrieren Sie das Band über der
Befestigerschiene und beginnen Sie 100 mm vor der Schiene, wie in der Abbildung
gezeigt wird. Rollen Sie das Abdeckband entlang der Befestigerschiene aus und
verbinden Sie es mit der geprimten Oberfläche. Ziehen
Sie das Schutzpapier während des Einbaus kontinuierlich ab.
Schneiden Sie
das Abdeckband 100 mm hinter dem Ende der Befestigungsschiene. Rollen Sie das
gesamte Abdeckband mit Hilfe der 100 mm breiten Silikongummi-Handrolle an.
Rollen Sie senkrecht zu den Befestigungs schienen und
danach parallel zu ihnen über die an beiden Seiten sichtbaren Butylkanten des
Abdeckbandes hinweg.
Sonderfälle.
Am Ende einer Abdeckbandrolle soll die folgende mindestens
100 mm über die erste überlappen. Tragen Sie QuickPrimer an diesen Stellen auf
und lassen Sie ihn ablüften, bevor das überlappende Bandende
aufgebracht wird. Die Kanten der Überlappung werden sodann mit
Nahtabsicherungspaste versiegelt.

Abb. 21
Bringen Sie ein
Stück FormFlash (200 x 300 mm) an den Stellen auf, an denen das Abdeckband eine
werkseitig hergestellte Naht zwischen zwei Bahnen kreuzt.

Abb. 22
Wie sie unten
sehen, sollen QuickSeam Abdeckbänder für Befestigerschienen an T-Stößen nicht
überlappen.

Abb. 23
• NAHTVERKLEBUNG MIT NAHTKLEBER SPLICE ADHESIVE
Anwendungsbereich:
Der FIRESTONE Nahtkleber
SpIiceAdhesive ist eine Alternative zum 75 mm (3") oder 175 mm (7")
Nahtfügeband für Nahtverklebungen in der Dachfläche. Nahtkleber SpIiceAdhesive
wird ebenfalls für die meisten Detailausbildungen verwendet, so z.B. bei
Randfixierungen, Ecken usw. wo die Dachbahnen der Dachfläche und EPDM - oder
FormFlash -Streifen miteinander verklebt werden.

Verlegeanweisung:
Die folgenden
Anweisungen beschreiben und illustrieren die Verklebung von zwei angrenzenden
EPDM - Dachbahnen. Die gleichen Anweisungen gelten für andere Details, wenn der
Nahtkleber Splice Adhesive verwendet werden soll.
1.
Arbeitsschritt: Positionierung und Markierung der Dachbahnen
Positionieren Sie die
Dachbahnen im Verklebungsbereich mit einer Überlappung von 150 mm. Sobald beide
Dachbahnen in Ihrer Position sind, markieren Sie untere Dachbahn 10-15 mm von
der Überlappung alle 500 mm mit weißer Kreide.

Abb. 24.1
2. Arbeitsschritt: Zurückklappen der Bahnenkante
Klappen Sie
die obere Dachbahn ungefähr 150 mm zurück und heften Sie sie mit Nahtkleber
SpIiceAdhesive alle 1,5 m und an allen werkseitig hergestellten Nähten fest, um
sie während des Klebevorganges in dieser Lage zu halten. Ferner wird
verhindert, daß der Wind die Dachbahn zurück weht und es wird die Faltenbildung
wegen des anfänglichen Anquellens der Dachbahn durch die im Kleber enthaltenen
Lösungsmittel verringert.

Abb.
24.2
3. Arbeitsschritt: Reinigen der Klebeflächen
Entfernen
Sie losen Staub und Schmutz und andere Verunreinigungen durch Abfegen oder
Wegwischen. Falls erforderlich reinigen Sie die Klebefläche mit Seifenwasser
und reiben Sie sie dann mit klarem Wasser ab bevor der Nahtreiniger SpIiceWash aufgetragen wird.

Abb.
24.3
Verwenden
Sie Lappen aus natürlichen Fasern, um die Klebeflächen gründlich mit
Nahtreiniger SpIiceWash in vorwärts gewandten Kreisbewegungen
zu reinigen. Lassen Sie die Flächen trocknen. Zusätzliches Reinigen kann
erforderlich sein , um zu gewährleisten, daß die
Flächen absolut sauber sind. Eine ausreichende Reinigung ist dann gegeben, wenn
die Oberfläche einheitlich dunkelgrau und ohne Streifen ist.
Baumwollappen
müssen dann gegen neue ausgetauscht werden, wenn sie schmutzig geworden sind.
Als Option bietet sich die Verwendung von QuickPrimer an Stelle von
Nahtreiniger SpIiceWash an.
4. Schritt: Auftragen des
Nahtklebers
Tragen Sie
den Nahtkleber in einer gleichmäßigen und glatten Schicht mit einer Firestone
Nahtkleber - Bürste oder einem 100 mm breiten und 12 mm dicken
lösungsmittelbeständigen Pinsel auf. Führen Sie derart lange und geradlinige
Bewegungen aus, daß Pinselspuren sich wieder verteilen und sich eine glatte,
glänzende Kleberoberfläche ergibt.
Tragen Sie den Nahtkleber gleichzeitig auf beide zu verklebenden
Flächen auf, so daß beide etwa gleich lang ablüften können. Der Verbrauch für
eine normale Nahtfügung beträgt eine Gallone für eine Länge des Kleberauftrages
von 30 Ifdm. (auf beiden Flächen). 25 Ifdm. werden bei Randfixierungen und
Überdeckungen von Befestigungsschienen erreicht. Vermeiden Sie
Kleberanhäufungen und überstreichen Sie diejenigen Flächen, die bereits bestrichen
worden sind, nicht noch einmal mit dem Kleber.

Die
Verwendung von Farbrollen ist wegen der schlecht kontrollierbaren Auftragsmenge
nicht zulässig. Dort wo Nähte (werkseitig oder bauseitg)
auf andere Baustellen - Nähte treffen, streichen Sie mit dem Pinsel kurz
rechtwinklig zur Naht zurück, um zusätzlichen Kleber an dieser Stelle
zurückzulassen.
5. Schritt: Prüfen der
Trockenheit

Lassen Sie den Kleber
vollständig ablüften. Wenden Sie den "Drücke - und Schiebe"-Test
zur Überprüfung an.
Drücktest: Berühren Sie den Kleber in der
Mitte der Naht mit einem trockenen und sauberen Finger. Wenn der Kleber keine
Fäden mehr zieht oder nicht an ihm haften bleibt, ist der Kleber für den
zweiten Test bereit.
Schiebetest: Schieben
Sie den Finger auf dem Kleber seitwärts. Der Klebefilm soll sich nicht bewegen.
Auf dem Kleber kann sich eine Haut bilden, die den Eindruck erweckt, daß der
Kleber bereits trocken sei. Die untere Schicht kann noch feucht sein und die
Oberfläche abgleiten lassen.
6. Schritt:
Schließen der Naht
Lösen Sie die Heftung der Faltung und klappen Sie die Bahn
in Richtung auf die Klebezone wieder zurück, bis die mit Kleber bestrichenen
Flächen sich auf der gesamten Länge berühren. Lassen Sie die obere Bahn frei
auf die untere fallen, ohne diese zu dehnen und ohne, daß sich Falten bilden.
Streichen Sie mit der Hand über die Länge der Naht senkrecht zum Saum, um beide
Bahnen vollständig miteinander zu verbinden.

Abb. 24.6
7. Schritt: Anrollen der Naht
Rollen Sie die Naht mit einer 50 oder 100 mm breiten
Silikongummi-Handrolle unter Druck an. Rollen Sie zuerst zur Außenkante der
Naht dann parallel zu ihr über die gesamte Länge. Der ausgeübte Druck stärkt
die Naht.

Abb. 24.7
8. Schritt: Auftragen der
Nahtabsicherungspaste
Der Klebevorgang ist nun beendet. Warten Sie mindestens
vier Stunden, bevor die exponierte Bahnenkante versiegelt wird. Dies erlaubt es
den im Kleber enthaltenen Lösungsmitteln abzulüften. Wenn die
Nahtversiegelungspaste zu früh aufgetragen wird, können die in der Masse
enthaltenen zusätzliche Lösungsmittel die Bahn anquellen, was zusätzliche
Belastungen auf die frische Naht wirken lässt. Die Naht soll entweder vor den
Ende des Arbeitstages versiegelt werden, oder wenn schlechtes Wetter droht,
innerhalb von 24 Stunden.

Abb. 24.8
Die Bereiche, auf die die Nahtabsicherungspaste aufgebracht werden soll,
werden zuvor mit QuickPrimer gereinigt. Tragen Sie dann eine 5 mm breite Raupe
mittig über die obere Kante der Naht auf (Eine Kartusche genügt für 6 Ifdm.).
Verstreichen Sie die Paste über der Kante.
3.3 RANDFIXIERUNG
• ALLGEMEINES
• Um strukturellen Bewegungen
aus dem Untergrund und Kräften, die aus der Verarbeitung und der Herstellung
von elastomeren Dachbahnen sowie aus thermischen
Schwankungen herrühren, zu widerstehen, sollten EPDM - Dachbahnen an allen
Stellen, an denen die Dachbahnen enden oder über einer Fläche mit einer
Richtungsänderung mit einem Winkel von mehr als 15° ( Dachränder, Rinnen,
Innere Wände und um Dachdurchdringungen) verlegt sind, mechanisch befestigt
werden.
• Wenn diese Befestigung
unzureichend sein sollte, um diesen Kräften zu widerstehen, kann die Dachbahn
aus den Anschlüssen herausgezogen werden und Wasser ins Gebäude eindringen.
Ausnahmen, wo diese Randfixierungen nicht erforderlich sind, sind nicht sehr zahlreich:
runde Rohrdurchbrüche eines Durchmessers von weniger als 125 mm und
quadratische Durchdringungen einer Kantenlänge von max. 100 mm.
• An Stellen, wo eine Randfixierungen
erforderliche aber nicht machbar ist, befragen Sie die anwendungstechnischen
Abteilung von FIRESTONE.
• Die Randfixierung kann auf
zwei Arten aufgeführt werden: entweder durch den Einbau eines armierten
QuickSeam Randfixierungsstreifens mit einer Befestigungsschiene unter der
Dachbahn der Dachfläche oder mit einem Befestigerschiene über der Flächen -
Dachbahn.
• Aus den folgenden Gründen, empfiehlt FIRESTONE
die Verwendung des armierten QuickSeam Randfixierungsstreifens (ARFS) , wo immer es möglich ist:
- Geringere Einbaukosten; Der
ARFS erlaubt einen wirtschaftlichen Einbau, der keine Unterbrechung der
Verlegung der Flächendachbahn erforderlich macht. Die Verwendung von Nahtkleber
SpliceAdhesive oder Nahtabsicherungpaste ist nicht erforderlich.
- Weniger Nähte
, das System ermöglicht eine nicht - durchdringende Methode der
Verlegung . Nahtverklebungen an aufgehenden Bauteilen oder Höhenvorsprüngen
können vermieden werden. Beachten Sie, daß der ARFS als eine Randfixierungen an
Dachrändern geeigneter ist als für Randfixierungen in der Dachfläche.
- Geeigneter bei wechselhaftem
Wetter: Dachränder und Höhenvorsprünge können temporär vor der Nahtfügung
leichter gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Das Dach ist an den Aufkantungen
gleich am ersten Tag wasserdicht.
• Der FIRESTONE armierte QuickSeam
Randfixierungsstreifen und die Befestigerschienen müssen mit geeigneten
Befestiger alle 300 mm fixiert werden.
• Befolgen Sie die Anweisungen für die Befestigung was die
Auswahl der Befestiger und der Befestigerschienen in Bezug auf den Untergrund
anbetrifft. Die maximal zulässige Länge der Befestiger ist 150 mm.

Abb.
25
Bauen Sie die
Befestigerschienen wie auf der Abbildung gezeigt auf der Seite des Streifens
ohne Nahtfügeband ein. Vermeiden Sie Aufwölbungen der Schienen und bringen Sie
den Streifen so dicht wie möglich an die Kante des Streifens an. Die Mitte der
Schiene sollte innerhalb von 30 mm von der Aufkantung liegen. Der ARFS darf wie
gezeigt bis zu 10 mm unter dem Ende der Befestigerschienen hervorragen.
Bedecken Sie keinen Teil des Schutzpapiers mit der Befestigerschiene.
Vertikaler Einbau des Randbefestigungsstreifens
Positionieren
Sie den Streifen auf der gesamten Länge der Wand auf dem Untergrund. Bauen Sie
den Teil des ARFS ohne Nahtfügeband maximal 50 mm in die Senkrechte ein und
achten Sie auf absolut faltenfreie Lage in der Horizontalen.

Abb.
26
Bauen Sie die
Befestigerschiene wie gezeigt ohne Aufwölbungen innerhalb von 30 mm oberhalb
der Horizontalen ein. Der Teil des ARFS ohne Nahtfügeband kann bis zu 10 mm
unter der Befestigerschienen herausragen.
Sonderfälle
Die armierten QuickSeam Randfixierungsstreifen dürfen
nicht überlappen und sollten in der horizontalen Verlegung mindestens 150 mm
vor allen Innenecken enden. Die Schienen müssen eingebaut werden, wie unten
gezeigt.

Abb. 27
In der Vertikalen
müssen wie unten illustriert die Befestigerschienen ebenfalls max. 150 mm vor
den Innenecken enden.

Abb. 28
An Aussenecken enden die ARFS und die Befestigerschienen wie
gezeigt 100 mm vor der Ecke.

Angrenzende armierte QuickSeam
Randfixierungsstreifen müssen am Ende der
Rolle auf Stoß verlegt werden.

Wenn ein
konstruktives Stahlprofil im Kehlbereich eine mechanische Befestigung unmöglich
macht, kann der armierte QuickSeam Randfixierungsstreifen bis zu 150 mm in die
Fläche hinein verlegt werden. Am Ende dieser Anleitung finden Sie hierzu zusätzliche Detail - Informationen.
• RANDFIXIERUNG MIT BEFESTIGERSCHIENEN
Anwendungsbereich
Die
Randfixierungen mit Befestigerschienen werden im verstärkten System als geeigneteres Detail und bei allen anderen Systemen als
Alternative zum armierten QuickSeam Randfixierungsstreifen eingesetzt. Dieses
Detail ist besonders geeignet für gekrümmte Aufkantungen, Vorsprünge oder
Dachaufbauten; es wird ebenfalls immer an kleinen Lichtkuppeln (weniger als 1.5
x 1.5 m) und für "Bilderrahmen" um Dachdurchdringungen
(Dachaggregate, Rohrdurchführungen usw.) eigesetzt.
Verlegeanweisung
Die
Befestigerschienen werden entweder auf der Dachbahn oder an der Wand eingebaut.
Die Entscheidung für einen horizontalen oder vertikalen Einbau wird in
Abhängigkeit von der Einfachheit der Montage getroffen (Art des Untergrundes,
Dicke der Wärmedämmung). Ein vertikaler Einbau sollte, wenn immer möglich,
bevorzugt werden.
Horizontaler
Einbau:

Abb.
31
Bauen Sie den
Befestigerschiene so nahe wie möglich an der Aufkantung ein. Die Achse der
Schiene sollte sich innerhalb von 30 mm von der Aufkantung entfernt befinden.
Die Befestigerschiene sollten alle 300 mm mit geeigneten Befestigern fixiert
werden. Ein geringerer Abstand der Befestiger kann erforderlich werden, um eine
gleichmäßige Lage zu ermöglichen und Aufwölbungen zu verhindern. Die EPDM -
Dachbahnen muß bis 20 mm hinter der Schiene hindurch
geführt werden.
Befestigerschiene
aus Metall müssen überlappt und mit einem gemeinsamem Befestiger verankert
werden. Wenn die Befestigerschienen geschnitten werden müssen, legen Sie das
geschnittene Ende unter die vorhergehende Schiene, um die Anschlußdachbahn
zu schützen. Die Befestigerschienen sollen so dicht wie möglich an die Innen-
oder Außenecke herangeführt werden. Der letze
Befestiger soll 20 mm vor dem Ende der Schiene gesetzt werden.
Vertikaler
Einbau:

Abb.
32
Die EPDM -
Dachbahnen der Dachfläche sollte an der Aufkantung mindestens 50 mm hochgeführt werden und über der Oberkante der an der
Vertikalen montierten Schiene 20 mm herausschauen.
Bei gekrümmten
Aufkantungen sollte die Anschlußdachbahn der Form
folgend so zugeschnitten werden, daß sich in der Fläche keine Falten bilden.
Ein separater Anschlußstreifen an der Aufkantung ist
nicht zugelassen. Die Schienen sollen nicht um Ecken herum gebogen werden. Bei
Wänden aus Beton und Mauerwerk ist Vorbohren erforderlich. Die Schienen sollen
mit geeigneten Befestigern alle 300 mm fixiert werden. Ein geringerer Abstand
der Befestiger kann erforderlich sein, um einen kontinuierlichen Anpressdruck
zu erzielen und um Aufwölbungen zu vermeiden.
Verwenden Sie vor
dem Einbau der Schienen einen Staubsauger um beim Vorbohren entstandenen Staub
aufzusaugen.
3.4 WANDANSCHLÜSSE • ALLGEMEINES
• Wandanschlüsse stimmen mit den beiden
zuvor beschriebenen Details für die Randfixierung überein. Entweder muß die Dachbahn der Fläche auf einen armierten QuickSeam
Randfixierungsstreifen aufgeklebt werden, bevor der Wandanschluß
hergestellt wird oder die Wand wird mit separaten Streifen von EPDM - Dachbahn
oder FormFlash eingekleidet. Die Methode unter der Verwendung von armierten
QuickSeam Randfixierungsstreifen ermöglicht eine wirtschaftlichere Verarbeitung
ohne Penetration der Dachbahn. Wenn immer möglich, sollte diese Methode gewählt
werden.
• Beurteilen Sie den Untergrund und die
Qualität der vorhandenen Wandanschlüsse. Der Untergrund muß
fest sein und eine angemessenen Verklebung möglich machen. Rauhes
Mauerwerk oder profilierte Metall , Paneele unebene
Untergründe und manche Wärmedämmungsmaterialien können eine Überdeckung -wie zuvor beschrieben - erfordern. Wenn die Haftung des
Untergrundes ungenügend ist, entfernen Sie lose, nicht mit dem Untergrund
verbundene beschieferte oder beschichtete
Anschlußbahnen, um einen glatten und soliden Klebeuntergrund zu erhalten.
• Wählen Sie dem Untergrund und der
Situation angemessene Anschlußmethode. Anschlüsse an Aufkantungen sind
erforderlich an Lichtkuppeln, Klimageräten Sockeln usw..
Die einfachste und wirtschaftlichste Lösung für Anschlüsse an Aufbauten einer
Kantenlänge von mehr als 1,5 m ist die Verwendung von EPDM - Dachbahnen der
Dachfläche über einem armiertem QuickSeam Randfixierungsstreifen. Kleine
Details ( z. B. Lichtkuppel einer Kantenlänge von bis
zu 1,5 m werden normalerweise vollständig mit FormFlash-Streifen
eingedichtet, die über einer Befestigerschiene eingebaut werden.
• Wenn ein Anschluß
auf Untergründen aus Mauerwerk, Beton, Holz oder Wärmedämmung ausgeführt werden
soll, ist eine Verklebung mit Flächenkleber BondingAdhesive als schnelle und
wirtschaftliche Methode zu wählen. Für niedrige Aufkantungen von max. 200 mm
und über Metall sollte Nahtkleber Splice Adhesive zur Verklebung des Anschlußstreifens auf dem Untergrund verwendet werden.
• Wenn auf Metall geklebt wird, wirkt dieses
als Barriere für die Lösungsmittel. Die Lösungsmittel können nur über eine
Oberfläche austrocknen (der Kleber). Diese Tatsache verlangsamt im Vergleich
zur Dachbahn den Austrocknungsprozess.
• Eine
Zwischenfixierung mit Befestigerschienen ist bei hohen Anschlüssen gemäß der unten
stehenden Tabelle erforderlich:
|
Höhe der Wand |
Zwischenbefestigung |
|
Bis 1,5 m |
Keine |
|
1,5 m bis
3,0 m |
Bei 1,5 m |
|
> 3,0 m |
Alle 1,0 m |
Unabhängig von der Höhe der Wand ist eine Zwischenfixierung nicht
erforderlich, wenn die vorhandenen Anschlußmaterialien
entfernt worden sind und die Oberfläche der Wand eben ist und keinerlei
Vertiefungen oder erhöhte Stellen aufweist (z.B. bei Sperrholz, BetonFertigteilen, Mauerwerk mit mit
der Oberfläche bündigen Mörtelfugen). Andererseits sollte die Wandbekleidung
oben immer mit einem der am Schluß dieses Handbuches
gezeigten Details abschließen.
• ANSCHLÜSSE
ÜBER EINEM ARMIERTEM QUICKSEAM RANDFIXIERUNGSSTREIFEN
Anwendungsbereich:
Dieses Detail
findet über all dort Verwendung, wo ein armierter QuickSeam Randfixierungsstreifen
installiert worden ist.
Verlegeanweisung:

Abb.
33.1

Abb.
33.2

Klappen Sie die
Dachbahn 150 mm von der Aufkantung zurück und legen Sie somit den armierter
QuickSeam Randfixierungsstreifen (ARFS) frei. Stellen Sie vor dem
Reinigungsvorgang sicher, daß der ARFS korrekt eingebaut worden ist. Säubern
und primern Sie die Unterseite der Flächendachbahn, die verklebt werden soll.
Tragen Sie den
Primer mit langen vorwärts- und rückwärts gerichteten Bewegungen auf der Länge
der Verklebung auf, bis die Oberfläche dunkelgrau wird und keine Streifen oder
Anhäufungen des Primers mehr sichtbar sind. Folgen Sie den oben gegebenen
Anweisungen zur Auftragstechnik. Tragen Sie den Primer ebenfalls über der
Befestigerschiene und dem Bereich des ARFS ohne Nahtfügeband auf. Vermeiden Sie
dabei Anhäufungen des Primers in der Kehle zwischen der senkrechten Attika und
der Dachfläche.
Lassen Sie den
Primer ablüften und überprüfen Sie seine Trockenheit
Entfernen
Sie das Schutzpapier vom ARFS und rollen Sie die Dachbahn zurück in die Kehle.
Behalten Sie dabei zur Vermeidung von Falten eine runde Vorderkante der Faltung
bei. Behalten Sie beide Hände auf der eingestrichenen Dachbahn, um keine
Spannungen in der Kehle zu erzeugen.
Verbinden Sie die
EPDM - Dachbahnen der Fläche mit dem ARFS und rollen Sie beide mit einer
kleinen 50 mm breiten Silikongummi-Handrolle zuerst senkrecht zur Wand, dann
parallel zu ihr an der Schiene entlang an.
Abb.
33.3

Abb.
33.4
Tragen Sie den
Flächenkleber BondingAdhesive gleichzeitig auf Wand und auf die Rückseite der
Flächendachbahn auf um eine gleich lange Ablüftzeit zu gewährleisten. Tragen
Sie den Kleber zuerst auf die Attika auf, um zu verhindern, daß Kleber auf eine
bereits eingestrichene Flüchen tropft. Lassen Sie den Kleber trocknen.
Sobald der
Kleber abgefüllte ist, rollen Sie die Dachbahn die senkrechte Flächen herauf
zurück. Achten Sie auf eine runde Vorderkante der Faltung; dies führt zu einer
faltenfreien Verlegung. Wenn der Attikaanschluß von zwei Personen ausgeführt
wird, sollte dieser Vorgang in der Mitte begonnen werden um sich danach zu
beiden Seiten vorzuarbeiten. Rollen die Anschlußbahn von Hand gleichmäßig in
den Kleber ein. Arbeiten Sie sich langsam die Senkrechte herauf und verbinden
Sie das Anschlußmaterial mit der Wand . Drücken Sie
danach die Fläche mit einer harten Bürste an und rollen Sie die Fläche danach
mit einer 100 mm breiten Silikongummi-Handrolle an.
• ATTIKAANSCHLUSS ÜBER EINER
BEFESTIGERSCHIENE
Anwendungsbereich
Diese Anschlußmethode wird überall dort angewendet, wo der
Einbau eines armierten QuickSeam Randfixierungsstreifens nicht möglich ist.
Wenn die Attikaeindichtung über einer mit einer Befestigerschiene ausgeführten
Randfixierung erfolgt, kann diese mit EPDM oder mit FormFlash realisiert
werden. Im allgemeinen ist FormFlash besonders für gekrümmte Flächen, für Attiken geringer Höhe und kleine Lichtkuppeln (weniger als
1,5 x 1,5 m) geeignet, während EPDM - Streifen für lange, gerade Aufkantungen ( mehr als 1,5 m) angebracht ist.
Verlegeanweisung :
Anschluß mit FormFlash -Streifen:

Wenn der FormFlash -Streifen zugeschnitten wird geben Sie zur Höhe der
Attika noch 100 mm für die Überlappung auf die EPDM - Dachbahnen der Fläche zu.
Für Aufkantungen an Lichtkuppeln sollte der FormFlash Anschlußstreifen
an beiden Kanten jeweils 100 mm überlappen
Positionieren Sie den FormFlash - Streifen 120 mm von der Aufkantung
entfernt.
Reinigen Sie die EPDM - Dachbahn mit Nahtreiniger Splice Wash; eine
Reinigung des FormFlash -Materials ist nicht erforderlich.
Tragen Sieden Nahtkleber Splice Adhesive auf die
gereinigten Flächen auf, also auf die Rückseite des Formflash
sowie auf die senkrechte Fläche. Der Auftrag des Nahtkleber Splice Adhesive in
der Vertikalen ist anders als in der Waagerechten. Vermeiden Sie Ansammlungen
des Klebers auf der Befestigerschiene und in der Kehle des 90°- Winkels. Ziehen
Sie das Formflash 120 mm von der Wand zurück, so daß auch der vordere Bereich
des Kleberauftrags ablüften kann. Die vom Zurückziehen des Formflash
gebildete Linie dient später als Markierung für das Zurückklappen.
Verkleben Sie das
Formflash unter Anwendung der "Abrollmethode". Es ist wichtig, das
Material spannungsfrei genau in die Kehle zu bringen.
Rollen Sie das FormFlash an während das
Schutzpapier noch vorhanden ist. Rollen Sie nicht mit zuviel Kraft über der
Befestigerschiene an, um eine mechanische Verletzung des FormFlash
zu vermeiden
Entfernen Sie das Schutzpapier und überprüfen Sie, ob das Material fest
in der Kehle sitzt. Falls nicht, drücken Sie es von Hand in die Kehle. Bei
kaltem Wetter verwenden Sie hierzu ein Heißluftgerät.
Versiegeln die exponierte Kante mit Nahtabsicherungspaste
Anschlüsse mit EPDM
- Dachbahn Streifen

Das EPDM Dachbahnmaterial für den Anschluß
soll so zugeschnitten werden, daß die Höhe der Attika bedeckt wird und daß 100
mm für die Überlappung auf die EPDM - Dachbahn der Fläche vorhanden sind.
Wählen Sie die für Sie praktische maximale Länge des Stückes der entsprechenden
Höhe aus. Der geeignete Zuschnitt des EPDM - Streifens kann Zeit sparen. Werkseitig
hergestellte Nähte sollten in wenn möglich parallel zum Anschlußstreifen
verlaufen. Sie dienen dann als Versteifung und verringern die Tendenz zur
Faltenbildung.
Positionieren Sie den EPDM - Streifen 150 mm von der Kehle der einzudichtenden Aufkantung entfernt. Reinigen und primern
Sie den Anschlußstreifen und die EPDM - Dachbahn der
Fläche auf einer Breite von 150 mm mit QuickPrimer. Vermeiden Sie dabei
Anhäufungen auf der Anschlußschiene und in der Kehle
der Aufkantung. Lassen Sie den QuickPrimer vollständig trocknen.
Bauen Sie ein 75 mm (3") QuickSeam Nahtfügeband auf der Dachbahn der
Fläche. Positionieren Sie es dabei auf der waagerechten Fläche so nahe an der
Aufkantung wie möglich. Das Band darf die Befestigerschiene nicht überdecken
und auch nicht in die Vertikale kommen.
Falten Sie den EPDM - Streifen zurück und drücken Sie ihn
fest in die Kehle.
Tragen Sie nun den Flächenkleber BondingAdhesive auf die
verbleibende Fläche des EPDM -Streifens und auf die Attika auf. Beginnen Sie
dabei mit der Attika um Kleberanhäufungen auf dem EPDM - Streifen zu vermeiden.
Rollen Sie den EPDM - Anschlußstreifen gegen
die Wand unter Beibehaltung einer runden Vorderkante der Faltung. Verkleben Sie
den Anschlußstreifen mit der Hand und drücken Sie ihn
mit einer steifen Bürste an bevor er mit einer Silikongummi-Handrolle angerollt
wird. Richten Sie den Anschlußstreifen so auf der
Flächendachbahn aus so daß ein 10 mm breiter Streifen Schutzpapier sichtbar
bleibt. Entfernen Sie das Schutzpapier vom Nahtfügeband und verbinden Sie den
EPDM - Anschlußstreifen mit dem Klebeband. Rollen Sie
den waagerechten Teil des Anschlußstreifens mit einer
Silikongummi-Handrolle an, zuerst senkrecht zur Richtung der Naht und dann
entlang der gesamten Länge.
Sonderfälle
Aneinander angrenzende Anschlußstreifen
können entweder überlappt oder stumpf gestoßen werden. In beiden Fällen
verlangt FIRESTONE die Aufbringung eines Abdeckstückes.
Überlappung

Die beiden Anschlußsstreifen werden in Übereinstimmung mit den in
einem früheren Kapitel beschriebenen Anforderungen überlappt. Reinigen Sie eine
über dem Stoß mittige Fläche von 200 x 300 mm, wie nebenstehend gezeigt.
Bauen Sie - wie
nebenstehend gezeigt - ein Abdeckstück mittig über der senkrechten Naht ein.
Denken Sie daran, das Stück sorgfältig in die Kehle hereinzuarbeiten.
Gestoßene Fuge
Die beiden
angrenzenden Anschlußstreifen werden mit einer Fuge
von max. 5 mm eingebaut. Diese Methode wird bei geneigten Dachflächen
angewendet, bei denen der EPDM -Anschlußstreifen am
untersten Punkt eingeschnitten wird, um Faltenbildungen auf der Attika zu
vermeiden. Die Ecken der Schnitte sollten
abgerundet werden,
um ein späteres Abschälen zu vermeiden.
Stellen Sie sicher, daß beide geschnittenen Kanten fest
auf dem Untergrund verklebt sind.
Reinigen Sie die
Flächendachbahn auf einer 100 mm breiten Fläche beiderseits der gestoßenen Fuge
und ebenfalls 100 mm in die Horizontale über Kante des Anschlußstreifens .
Bauen Sie einen
Streifen QuickSeam Anschlußmaterial ( FormFlash)
mittig über die Stoßfuge ein. Die Länge sollte für die Bedeckung der Höhe der
Attika, der Dicke der Wand und für eine Überlappung auf die Flächendachbahn 100
mm jenseits der Kante des Anschlußstreifens
ausreichend zugeschnitten sein.
Arbeiten Sie das Abdeckstück sorgfältig in die Kehle der
Aufkantung herein.

3.5 ECKEN
• INNENECKEN
Die Ausführung
dieses Details besteht aus zwei Arbeitsschritten, nämlich aus dem Einbau der
QuickSeam Innenecke und eines QuickSeam Abdeckstückes, das die Kapillare in der
Ecke abdeckt.

Schneiden Sie
einen EPDM - Anschlußstreifen so, daß auf der
angrenzenden Fläche eine Nahtüberlappung von mindestens 100 mm ausgeführt
werden kann. Stellen Sie die Nahtverbindung wie in den vorhergehenden Kapiteln
beschrieben mit einem 75 mm (3") QuickSeam Nahtfügeband fertig.
Tragen Sie
QuickPrimer so auf die Dachbahn auf, daß eine Fläche von 150 mm in allen
Richtungen von der Kapillare der Ecke aus bedeckt ist. Lassen Sie den Primer
vollständig trocknen.
fig. 38.1
Falten Sie die
QuickSeam Innenecke auf sich selbst entlang der Perforation des Schutzpapiers
zurück. Entfernen Sie das Papier von der kleineren Hälfte und falten Sie die
das Formteil wieder zur Hälfte.
Positionieren Sie
die gefaltete Ecke - wie gezeigt - auf der waagerechten Fläche 10 mm aus der
Kehle heraus. Falten Sie die Ecke auseinander und arbeiten Sie sie fest in die
Kehle hinein und gegen die Aufkantung.


fig.
38.2 fig. 38.3
![]()

Entfernen Sie das verbleibende Schutzpapier und arbeiten
die Ecke auf die übrigen senkrechten Flächen. Bilden Sie dabei wie gezeigt ein
"Schweineohr" aus. Beginnen Sie am Tiefpunkt und pressen Sie die
QuickSeam Innenecke gegen die Aufkantung, um die Schweineohr Faltung zu
erhalten. Pressen Sie von unten beginnend auf die Innenecke um eingeschlossene
Luftblasen zu entfernen.
Tragen Sie das QuickPrimer auf der Fläche auf, die vom
Schweineohr bedeckt werden wird - wie oben gezeigt- und verkleben Sie es auf
der dem Stoß gegenüberliegenden Seite der Attika. Rollen Sie alle verklebten
Teile der QuickSeam Innenecke mit einer Silikongummi - Rolle an.
Schneiden Sie ein Stück QuickSeam - Anschlußmaterial oder
FormFlash (Breite min. 150 mm) zu um die Kapillare an der Faltung des
Schweineohrs zu überdecken. Stellen Sie sicher, daß dieses Stück mittig über
der oberen Kante der QuickSeam - Innenecke angebracht wird und das es ohne
Hohlräume in die senkrechte Kehle eingearbeitet worden ist. Rollen sie das
gesamte Abdeckstück mit einer Silikon - Rolle an.


fig. 38.5 fig. 38.6
89
• AUSSENECKEN
- Das
Außeneckendetail kann mit FormFlash ausgeführt werden, wenn es sich kleine
Dachdurchdringungen handelt oder mit einem QuickSeam Eckenformteil, wenn die
Aufkantung mit einem vernetzten EPDM verkleidet werden
sollen.
Außenecke
mit FormFlash


• Das Außeneckendetail wird in zwei Arbeitsschritten mit zwei Stücken
FormFlash ausgeführt. Länge und Breite der Stücke werden in Abhängigkeit von
der Situation festgelegt.
• Reinigen Sie die
EPDM - Dachbahn im Verklebungsbereich und tragen Sie Nahtkleber Splice Adhesive
auf die Dachbahn der Fläche und die Rückseite des FormFlash auf - wie links
gezeigt.
• Lassen Sie den Kleber vollständig ablüften bevor Sie das FormFlash
verkleben. Bauen Sie das erste Stück FormFlash so ein, daß es um 100 um die
Außenecke herumgeführt werden kann. Arbeiten Sie das Material gut in die Kehle
ein bevor Sie die vertikalen Flächen zusammenbringen.
• Rollen Sie das FormFlash vorsichtig mit einer kleinen
Silikongummi-Handrolle an während es noch mit der Kunststoff - Schutzfolie
versehen ist. Um die Eckfaltung zu vollenden empfehlen wir, an beiden Seiten
einen 50 mm breiten Streifen von beiden Seiten des FormFlash
abzuschneiden.

• Entfernen Sie das Schutzpapier und arbeiten Sie das FormFlash
-Material fest in die 90° Kehle ein. Verwenden Sie eine Hitzequelle falls
erforderlich ( max. Temperatur 45°C). Vermeiden Sie
eine Überhitzung und eine Überdehnung des FormFlash .
Die Verwendung von frischem FormFlash und trockener Kleber ermöglicht eine
effektive Verarbeitung.
• Wiederholen Sie
von der anderen Seite aus diesen Vorgang und erzeugen Sie eine Überlappung von
mindestens 100 mm auf beiden Seiten der Außenecke. Tragen Sie Kleber auf die zu
überlappenden Flächen auf, versiegeln Sie alle exponierten Kanten mit
Nahtabsicherungspaste und beenden Sie sorgfältig die Detailausführung.
AUSSENECKEN
MIT QUICKSEAM ECKENFORMTEILEN
Das Außeneckendetail mit QuickSeam Eckenformteilen basiert
auf der Verwendung runder Stücke von Eckenmaterial.
• Nach der
Fertigstellung der senkrechten Naht an der Außenecke reinigen Sie den Bereich
mit QuickPrimer -wie unten gezeigt. Falten Sie die
Ecke auf die Hälfte mit dem Schutzpapier nach außen. Entfernen Sie das Papier
von der kleineren Fläche und legen Sie es in die Innenseite der Faltung.
• Platzieren Sie das Stück mittig
über der Außenecke. Falten Sie beide Seiten um die Ecke herum und verkleben Sie
sie auf der senkrechten Fläche.

fig. 39.4 fig. 39.5
• Entfernen Sie
die zweite Hälfte des Schutzpapiers und legen Sie es ebenfalls in die Faltung
und arbeiten es mit der Klebeseite nach unten in die Fläche ein - wie gezeigt.
Verlegen Sie die Ecke in die Kehle und rund 20 mm in die Waagerechte.
• Dehnen
Sie die Ecke sodann auf die horizontale Fläche ohne es dabei zu überdehnen. Das
Rautenmuster der Oberfläche soll dabei noch sichtbar sein.
• Rollen Sie die gesamte
Außenecke mit einer Silikongummi-Handrolle mit nach außen gerichteten
Bewegungen an.


fig. 39.6 fig. 39,7
3.6 ROHRDURCHFÜHRUNGEN
Dieser Abschnitt informiert über den Anschluß
an runde und unregelmäßig geformte Dachdurchdringungen.
Alle
Durchdringungen durch die Dachbahn müssen mit einem der nachstehend
aufgeführten Produkte abgedichtet werden:
- QuickSeam
Rohrdurchgang - Bauseits
hergestelltes Rohr - Rohranschlußrahmen
Für
Sanierungszwecke müssen vor dem Einbau eines neuen Details alle bestehenden
Anschlüsse (z.B. Blei , alte Dachbahnen,
Dichtungsmassen) entfernt werden. Die Abdichtung muß
direkt an die Durchdringung anschließen.
Alle Rohre müssen
fest im Untergrund verankert sein, weil lose Rohre sich bewegen und so die
Eindichtung beschädigen können.
Alle Gummi
- Komponenten dürfen nicht in direkten Kontakt mit Dampf oder anderen
Hitzequellen wenn die Betriebstemperatur des angeschlossenen Rohrs über 82°C
liegt. In solchen Fällen kann die Dachbahn an eine separate, wärmegedämmte Kühl
- Manschette angeschlossen werden. Der Rohrdurchgang und das Formflash -
Material erfordern den Einbau eines Regenabweisers an
der Rohr-/ Manschettenverbindung,
Bei mechanisch
befestigten Dachaufbauten muß um jede
Rohrdurchdringung ein Rahmen aus Befestigerschienen eingebaut werden. Schauen Sie
am Ende des Handbuches nach den entsprechenden zusätzlichen Details.
Alle um
Rohrdurchbrüche verwendeten Metallschienen müssen abgerundete Ecken haben.
• QUICKSEAM ROHRDURCHGANG
Anwendungsbereich
Der
QuickSeam Rohrdurchgang ist für den Anschluß an runde
Rohre mit einem Durchmesser von 25 bis 125 mm entwickelt worden, bei denen eine
Manschette über das Rohr gezogen werden kann. Für die folgenden Situationen ist
dieses Formteil nicht einsetzbar: runde Elemente des Tragwerks , mehrere dicht
beieinander liegende Durchbrüche, wenn sich das Rohr zu dicht an einer Wand
befindet, flexible Durchbrüche wie Kabel, bei unebenen Untergründen, bei dünnen
Metallprofilen und bei heißen Rohren.

Abb.40
Verlegeanweisung
Reinigen Sie das
Rohr und die Dachbahn der Fläche um das Rohr herum auf einer Fläche 150 mm
Durchmesser mit Nahtreiniger Splice Wash. Wenn das Rohr verrostet ist oder
nicht mit Nahtreiniger Splice Wash gereinigt werden kann, säubern Sie es mit
einer Stahlbürste, und behandeln Sie es sodann mit Nahtreiniger Splice Wash.
Wählen Sie die
richtige Abmessung des QuickSeam Rohrdurchgangs so daß er eng am Rohr anliegt.
Markieren Sie das Formteil und schneiden Sie den oberen Teil genau oberhalb des
Maßrings ab.
Rauhen Sie die
Fläche um das Rohr mit QuickPrimer mit jeweils vier Gängen an jeder Seite an ( "Quadratische" Bewegungen). Lassen Die den
QuickPrimer vollständig ablüften (5-10 Minuten).
Ziehen Sie das QuickSeam Rohrdurchgang Formteil über das
rohe bis der Flansch locker auf der Dachbahn aufliegt.
Ziehen Sie das Schutzpapier von der Unterseite des
Flansches ab; drücke Sie ihn zunächst mit der Hand
leicht an und rollen Sie ihn dann fest mit der kleinen Handrolle an.
Schälen Sie die
Spitze des Formteile ca. 25 mm am Rohr herunter und
tragen Sie eine Raupe Nahtabsicherungspaste auf dem gesamten Umfang des Rohrs
auf. Rollen Sie dann vorsichtig den oberen Teil des Formteils in die
ursprüngliche Lage zurück. Bringen Sie nun eine Rohrschelle des korrekten
Durchmessers an ( Edelstahl) und schrauben Sie diese
fest.
Es
ist wichtig, daß die Schelle das QuickSeam Material flach am Rohr festzieht.
• BAUSEITS HERGESTELLTER ROHRANSCHLUSS
Anwendungsbereich:
Diese Technik muß bei den Rohren
und Durchdringungen angewendet werden, bei denen kein Formteil über sie gezogen
werden kann und für Rohre mit einem Durchmesser von mehr als 125 mm. Rohre die
mehr als 300 mm Durchmesser aufweisen erfordern die Durchführung dieser Arbeit
von zwei Personen.
Diese Methode kann nicht bei mehrfachen Durchdringungen angewendet werden
und auch nicht an biegsamen Durchdringungen wie Kabeln, Lüftungskanälen sowie
Rohren eines Durchmessers von weniger als 25 mm.

Abb. 41
Verlegeanweisung:
- Reinigen Sie das Rohr und die Dachbahn der Dachfläche um das Rohr herum
wie zuvor beschrieben.
- Die untere Abdichtung des
Rohrdurchbruches besteht aus zwei Stücken FormFlash .
Die Größe der Ersten richtet sich nach dem Durchmesser der
Rohres plus 100 mm zu beiden Seiten und 100 mm für die Überlappung auf das
zweite Stück. Das zweite Stück muß das erste um 100
mm überlappen. Rohre eine Durchmessers von mehr als 100 benötigen FormFlash -
Material einer Breite von 450 mm. Runden Sie die Ecken ab, wenn Sie die Stücke
auf ihr Maß zuschneiden.
- Tragen Sie Nahtkleber Splice Adhesive auf die Rückseite
der zugeschnittenen Stücke, 50 mm das Rohr hinauf sowie auf die Flächenbahn
auf. Lassen Sie den Kleber ablüften.
- Klappen Sie das erste Stück zurück und
platzieren Sie es 100 mm vom Rohr entfernt. Rollen Sie auf das Rohr hin zurück
und markieren Sie sodann den dessen Durchmesser auf der Rückseite des FormFlash . Schneiden Sie ein hufeisenförmiges Stück aus, so
daß eine 20 mm hohe Überlappung auf das Rohr entsteht.


Entfernen Sie das
Schutzpapier und bringen Sie das FormFlash ohne Dehnung auf die
mit Kleber versehenen Fläche auf. Beginnen Sie entlang einer geraden
Linie an beiden Außenkanten. Danach drücken Sie das FormFlash gegen den Sockel
es Rohrs
Tragen Sie Kleber
auf die überlappenden Flächen auf und wiederholen sie den Vorgang für den
Einbau des zweiten Stückes, wobei die Überlappung 100 mm betragen soll.
Anschließend werden beide mit einer kleinen Gummirolle angerollt.
Messen Sie das
dritte Stück FormFlash für die eigentliche Rohrummantelung ab. Dieses Stück
soll mindestens 50 mm in die Fläche geführt werden und 200 mm hoch das Rohr
bekleiden. Die entsprechende Länge wird ermittelt durch den Rohrumfang
zuzüglich 100 mm für die Überlappung. Klappen Sie 50 mm um und wickeln Sie das
Stück dabei mit Berührung der horizontalen Manschette um das Rohr. Stoppen
Sie, wenn das erste Drittel des Stücks vertikal auf dem Rohr verklebt ist.
Gebrauchen Sie den Daumen und den Zeigefinger, um das Material nach unten und
außen zu arbeiten. Bringen Sie dabei die gesamte Spannung zu den Außenkanten
des FormFlash. Bringen Sie dabei die gesamte Spannung
in die Außenkanten des FormFlash.
Tragen Sie
Nahtkleber auf, um die Verklebung und die Überlappung zu beenden. Arbeiten Sie
schließlich in umgekehrter Richtung, um die Überlappung in die Flüche
herzustellen. Rollen Sie die überlappenden Bereiche an und versiegeln Sie sie
mit Nahtabsicherungspaste.



1100
Abb.
41.4

• ROHRANSCHLUSSRAHMEN
Anwendungsbereich
Rohranschlußrahmen sind als letzte Möglichkeit zum Anschluß an Rohre gedacht, wenn diese auf keine andere Art
hergestellt werden kann. Diese Methode ist für Bündelungen von Rohren
anwendbar, für Dachdurchdringungen unregelmäßigen Querschnitts, Doppel - T -
Träger, kleine Rohre von weniger als 25 mm Durchmesser u.a..

Einbauanweisungen Abb.
42
In vielen
Fällen ist es erforderlich, die Flächendachbahn einzuschneiden, um sie an der
Durchdringung vorbei zu verlegen. Vor der Montage eines Rohranschlußrahmens
müssen die Schnitte repariert werden. Der überdeckende Streifen muß den Schnitt auf beiden Seiten und am Ende um 100 mm
überlappen. Um späteres Aufschälen des Abdeckstreifens zu verhindern, werden
seine Kanten angerundet.
Die Kanten der
Flansche der Rohranschlußrahmen müssen vor den Einbau
abgerundet werden. Zwischen den einzelnen Rohren untereinander und jedem
einzelnen Rohr und dem Rohranschlußrahmen muß ein Abstand von 25 mm bestehen. Seine Mindesthöhe
beträgt 50 mm, weil das die geringste zulässige Dicke der gießfähigen
Dichtungsmasse ist.
Messen Sie die
vier Stücke des FormFlash wie folgt ab: Die Länge jedes Stückes muß die Länge des Rohranschlußrahmens
zuzüglich 200 mm (100 mm an jeder Außenkante) abdecken. Die Breite richtet sich
nach der Breite der Flansche zuzüglich einer 100 mm breiten Überlappung auf die
Flächendachbahn; Die Höhe entspricht der Höhe des Rahmens plus 25 mm, um in den
Rahmen hineingefaltet zu werden.
Bauen Sie die
vier Teile des FormFlash mit Nahtkleber ein, beginnend
an zwei gegenüberliegenden Kanten des Rohranschlußrahmens.
Kleben Sie den 25 mm breiten Überhang auf die Innenseite des Rahmens.
Säubern Sie
alle die Dachfläche durchdringenden Teile mit Nahtreiniger, bevor die
gießfähige Dichtungsmasse eingebracht wird. Beachten Sie das Materialdatenblatt
bezüglich der Lagerung, Mischung und Vorbereitung der gießfähigen
Dichtungsmasse.
Verwenden
Sie einen Stock, um die gießfähige Dichtungsmasse während des Gießens in den Rohranschlußrahmen ohne Hohlräume zwischen die Rohre etc.
zu bringen. Formen Sie die Masse dergestalt, daß der Hochpunkt in der Mitte
liegt und sie zu den Kanten hin gleichmäßig abfällt. Eine Lagerung der
gießfähigen Dichtungsmasse bei niedrigen Temperaturen (unter 15 °C) führt zu
einer erschwerten Verarbeitung.
3.7
DACHENTWÄSSERUNG UND DACHÜBERLÄUFE
Anwendungsbereiche
Gullys mit
Klemmring sind für die vertikale Dachentwässerung in Neubau entwickelt worden.

Abb.
43
Einbauanweisungen
Abb.
43.2
20



Bei der
Sanierung müssen alte Dachbahnen und Anschlußmaterialien
bis auf den metallischen Sumpf entfernt werden, Gebrochene Klemmringe müssen
repariert oder ersetzt werden. Gebrochene Schraubbolzen müssen ausgebohrt,
entfernt und ersetzt werden.
Sorgen Sie
zwischen dem Gullysumpf und dem Klemmring für einen ebenen und sauberen
Untergrund.
Schneiden
Sie die Wärmedämmung entsprechend zu, um einen gleichmäßigen Übergang von der
Dachfläche zum Dachgully zu erreichen. Zur Erzeugung eines Gefälles verwenden
Sie Gefälledämmung mit einem geeigneten Klebeuntergrund. Das Gefälle soll bei
der Standarddachbahn 1:3 nicht überschreiten.
Wenn ein
werkseitig hergestellter Bahnenstoß innerhalb von 450 mm zum Gully verläuft, soll
ein 1.2 x 1.2 m großes EPDM Stück auf der Dachbahn über dem Dacheinlauf
zentriert eingebaut werden, so daß der Bahnenstoß abgedeckt wird. Schneiden Sie
die Flächendachbahn so über dem Einlaufkorpus zurück, daß nur eine Lage unter
dem Klemmring bleibt. Bringen Sie die EPDM Dachbahn in Position, schneiden Sie
dann eine Öffnung für den Gully. Schneiden Sie derart entlang des Fallrohrs,
daß 20 mm der Dachbahn innerhalb des Klemmrings und der Schraubbolzen stehen
bleibt. Stellen Sie sicher, daß der Schnitt keinerlei Ecken hat, die während
der Lebensdauer des Daches einreißen könnten.
Machen Sie runde
saubere Löcher in die EPDM Dachbahn, die mit der Position der Bolzen
übereinstimmen. Verwenden Sie einen Hammer oder einen Paperpunch,
schneiden sie die Dachbahn nicht über den Löchern. Bringen Sie Wasserdichte
Fugenmasse auf dem Rand des Einlaufkorpus und der Dachbahn auf, wo der
Klemmring sitzen wird. Verwenden Sie wenigstens eine halbe Kartusche pro Gully.
Bringen Sie den Klemmring auf der EPDM Dachbahn in Position
und bauen Sie die Schraubbolzen ein. Ziehen Sie die Bolzen an, um einen
gleichmäßigen Druck zu erzielen.
Bauen Sie einen Laubfang ein und lassen Sie ihn mit einer
Drehung einrasten (wenn der Gully ein solches Dreh - System hat).
• GULLYS MIT EINSATZSTUTZEN
Anwendungsbereiche
Gullys mit
Einlaufstutzen werden dann verwendet, wenn keine Möglichkeit zum Einbau eines
Gullys mit konischem Sumpf möglich ist und bei Sanierungen.
Einbauanweisungen

Entfernen Siebe!
Sanierungen den vorhandenen Einlaufstutzen oder bereiten Sie ihn zur Wieder- verwendung vor.
Vor dem Einbau des Einsatzstutzens muß die Flöchendachbahn bereits fertig verlegt sein. Schneiden Sie
über dem Fallrohr ein rundes Loch in die Dachbahn. Das Loch soll den gleichen
Durchmesser wie das Fallrohr haben.
Fügen Sie den
Einsatzstutzen in das Fallrohr ein. Bringen Sie eine Schicht der Wasserdichten Fu
genmasse unter der EPDM
Dachbahn um das Abb. 44.1
Fallrohr herum auf. Der Flansch des Stutzens muß
ebenfalls auf der Wasserdichte Fugenmasse
eingebettet werden. Verbrauchen Sie hierfür mindestens eine halbe
Kartusche je Gully. Der Flansch des Einiaufstutzens muß mit Firestone Befestigungsschienen und Befestigern alle
100 mm im Untergrund fixiert werden.

Der Flansch wird mit einem Zuschnitt aus FormFlash eingedichtet, das ihn
um 100 mm auf der Flächendachbahn überlappt und die Befestigungsschienen um 75
mm überragt. Verwenden Sie zur Eindichtung des Gullys in einem Stück FormFlash
der Breite 450 mm (18").
Schneiden Sie ein rundes Loch in das FormFlash - Material das um 20 mm
größer ist als der Durchmesser des Fallrohrs. Dies erleichtert das einbringen der Nahtversiegelungspaste.
Rollen Sie das FormFlash - Abdeckstück mit einer kleinen Silokongummi Rolle an, solange es noch von der Schutzfolie
geschützt ist. Danach entfernen Sie die Schutzfolie. Versiegeln Sie die
exponierten Stöße der Eindichtung mit Nahtversiegelungspaste.

• DACHÜBERLÄUFE
Anwendungsbereiche
Dachüberläufe
werden bei Gebäuden mit einer vertikalen Entwässerung an den Außenwänden eingesetzt.

Abb.
45
Einbauanweisungen
Das Einbaustück
für den Dachüberlauf besteht in der Regel aus einer geschweißten
Blechmanschette. Die gesamte Innenfläche muß
eingedichtet werden, wenn die Manschette nicht wasserdicht zusammen geschweißt
worden ist. Alle Ecken des Einbauteils müssen abgerundet sein.
Bei Sanierungsvorhaben entfernen Sie vorhandene Überläufe
und ersetzen Sie diese durch neue, wasserdichte oder reinigen Sie sie für die
Wiederverwendung.
Die Flächendachbahn muß fertig
eingebaut sein, bevor die Einbaumanschette montiert werden kann.
Setzen Sie das geschweißte Einbauteil auf der
Wasserdichten Fugenmasse ein und befestigen Sie es in dem aufgehenden Bauteil.
Messen Sie das
FormFlash Anschlußstück für die Eindichtung der
sichtbaren Flansche. Überlappen Sie alle Kanten der Flansche um 100 mm und die
Befestigerköpfe um 50 mm. Verwenden Sie 450 mm (18") breites FormFlash -
Material, um möglichst wenig Stücke einbauen zu müssen.
Reinigen Sie die
zu verklebenden Fläche der unteren Dachbahn, des Attikaanschlußstreifens
und der Blechflansche mit der zuvor beschriebenen Methode. Verwenden Sie
besondere Sorgfalt auf die Reinigung der Metallmanschette, weil die meisten
Metallteile einen öligen Schutzfilm haben.
Tragen Sie
Nahtkleber auf die zu verklebende Fläche und auf die Rückseite des FormFlash auf. Sobald der Kleber bereit ist, bauen Sie das
FormFlash Material vorsichtig unter Beachtung der Regeln der Nahtverklebung
ein.
Rollen Sie die
Eindichtung an solange diese noch von der Schutzfolie geschützt ist. Entfernen
Sie die Folien und versiegeln Sie die exponierten Materialkanten mit
Nahtversiegelungspaste.
3.8 DEHNUNGSFUGEN
Anwendungsbereiche
Dehnungsfugen
sollen überall dort ausgeführt werden, wo sie vom Planer vorgesehen worden
sind. Beachten Sie jedoch, daß die Ausführung von Dehnungsfugen im Firestone -
System leicht auszuführen sind. Dehnungsfugen haben
wegen der extremen Flexibilität und Langlebigkeit der EPDM Dachbahn, sowie
ihrer hervorragenden Stabilisierung gegen das Sonnenlicht und Witterungseinflüsse
eine sehr hohe Lebensdauer, vorausgesetzt, daß sie entsprechend der folgenden
Anweisungen korrekt eingebaut worden sind.
Einbauanweisungen
- In allen Firestone EPDM Systemen (außer bei dem Auflastsystem) soll
die Dachbahn zu beiden Seiten der Fuge mit Befestigungsschienen und Befestigern
im Abstand von 300 mm fixiert werden. Bauen Sie keine Befestigungsschienen quer
über einer Fuge ein.
- Lassen Sie ausreichend Dachbahnmaterial in der Fuge, um die Bewegungen
des Bauwerks besser aufnehmen zu können. In allen Systemen (außer beim System
mit Auflast) muß die Dachbahn über der Fuge mit einem
komprimierbaren Schlauch unterstützt werden. Die Dicke dieses Schlauches soll
die Breite der Öffnung in der Tragdecke oder in der Dämmung um mindestens 25 mm
überschreiten.
- Beim Auflastsystem kann die Dämmung ohne weiteres über die Fuge
verlegt werden, da sowohl die lose verlegten Dämmplatten als auch die Dachbahn
problemlos die Bewegungen aus dem Untergrund aufnehmen können. Die Fuge soll
mit einem an einer Seite befestigten galvanisierten Blechstreifen der Dicke
> 1.0 mm geschützt werden.
- Dichten
Sie beide Befestigungsschienen mit einem Abdeckstreifen aus nicht armiertem
EPDM ab. Die Schienen sollen um mindestens 150 mm überlappt werden.
- Alle Bahnenstöße, die eine Dehnungsfuge kreuzen, müssen mit einem
Zuschnitt aus FormFlash überdeckt werden. Bauen Sie einen 200 mm breiten
Streifen über dem bauseits hergestellten Bahnenstoß ein, der an jeder Seite um
100 mm auf die Flächendachbahn hinausreicht.
- Flache Dehnungsfugen können - wie unten illustriert- ausgeführt
werden. Wegen zusätzlicher Informationen über weitere Dehnungsfugen - Details
beziehen Sie sich auf die Detailzeichnungen am Ende dieser Broschüre.
Flache
Dehnungsfugen


Auflastsystem und
Umkehrdache Verklebtes System,
Mechanische Fixierung VAB, BIN

Dehnungsfuge zwischen Untergrund und aufgehendem
Bauteil.
- Nähte im
EPDM - Abdeckstück sollten mit einem Streifen von FormFlash überdeckt werden -wie unten gezeigt.

3.9 DACHRÄNDER
Anwendungsbereich:
Ein Dachranddetail soll immer dann wie vom Planer
vorgesehen ausgeführt immer dort ausgeführt werden, wo die Dachbahn auf dem
flachen Dach an eine innen- oder außenliegende Rinne anschließt.
Im Regelfall können die in diesem Abschnittgezeigten Details angewendet
werden. Setzen Sie sich mit den anwendungstechnische
Abteilung von FIRESTONE in Verbindung, wenn Sie alternative Lösungen entwickeln
wollen, die der konkreten Situation mehr angepaßt
sind.
Verlegeanweisung:
Befestigen Sie
eine Holzlatte an der Dachkante. Führen Sie die EPDM - Dachbahn mindestens 100
mm über die Außenkante der Latte und verkleben Sie sie dort auf der gesamten
Länge. Verwenden Sie Edelstahl - Schrauben um das metallische Dachrandprofil
alle 100 mm in der Randlatte zu befestigen, Wenn immer möglich, befestigen Sie
den Winkel so nahe an der Innenkante wie es geht. Stellen Sie sicher, daß die
Unterkante des Winkels um mindestens 25 mm unter der Latte liegt.

Abb. 50
Abb. 51
Schließen Sie den waagerechten Flansch der Randwinkels mit der Dachbahn
durch einen 150 mm breiten Streifen FormFlash an und verwenden Sie Nahtkleber
Splice Adhesive oder nehmen Sie hierfür QuickSeam Anschlußmaterial unter
Verwendung von QuickPrimer Sorgen Sie
für eine angemessene Überlappung, bei FormFlash 75 mm über die Innenkante des
Winkels hinaus, bei QuickSeam Anschlußmaterial 50 mm.
Besondere Überlegungen müssen angestellt werden, wenn eine Rolle
FormFlash zu ende geht, an bauseits hergestellten Nähten, an Ecken und dort, wo
angrenzende Metallwinkel sich überlappen.
Bei Dächern mit
Auflast und bei Umkehrdächern kann eine FIRESTONE - Entwässerungsschiene
verwendet werden, um ein Herunterwehen des Kieses zu vermeiden.
Stellen Sie in
diesem Fall sicher, daß die Oberkante dieses Profils mindestens 50 mm über der
Oberkante der Dachbahn liegt.
Befestigen Sie die Entwässerungsschiene alle 150 mm mit 40 mm langen
Edelstahl -Schrauben mit Gummi - Unterlegscheiben. Lassen Sie zwischen den
einzelnen Schienen einen Abstand von 5 mm. An Innen- und Außenecken müssen die
Winkel geschnitten und dann fortgesetzt werden. 25 mm vor dem Ende einer
Entwässerungsschiene muß diese befestigt werden.

3. VERLEGUNG
Vorgehängte Blechrinnen erfordern zum fachgerechten Anschluß einen geeigneten Metallanschlußwinkel, der dem
Querschnitt der Rinne angepaßt ist. Bauen Sie diesen
Winkel wie bereits beschrieben ein und verwenden Sie hierzu einen 150 mm
breiten Streifen von FormFlash oder
QuickSeam Anschlußmaterial, um das Profil anzuschließen.

Abb. 52
Vorgehängte Rinnen aus Beton sollten mit separaten
Streifen aus EPDM -Dachbahn eingedichtet werden. Die Anschlußbahn sollt auf dem
Untergrund vollflächig auf der gesamten Länge der Rinne verklebt sein.
SteIle Sie sicher, daß die Einkleidung der Rinne um 200 mm in die Dachfläche
hineingeführt wird, damit eine genügend große Überlappung für das
"Befestigerschiene in der Überlappung-"Detail
verbleibt. Die Außenkante der Rinne wird mit einem Wandabschlußdetail beendet.

Abb. 53
- Innenliegende Rinnen sollten mit separaten Anschlußstreifen
aus EPDM - Dachbahn eingedichtet werden. Der Anschlußstreifen
muß vollständig über die gesamte Ausdehnung der Rinne
vollflächig verklebt werden.

3.10
ATTIKAABSCHLÜSSE
Anwendungsbereich
Ein Attikaabschlußdetail soll wie vom Planer ausgeschrieben hergestellt
werden und ist überall dort vorzusehen, wo der EPDM - Anschluß
an einer Wand oder einer Attika endet. Der Standardabschluß Details, die in
diesem Abschnitt gezeigt werden, sind für alle FIRESTONE -Systeme anwendbar.
Setzen Sie sich mit der anwendungstechnische Abteilung von FIRESTONE in
Verbindung, wenn besondere Umstände auf dem Dach die Entwicklung eines
alternativen Details erforderlich machen.
Abschlußsteine, Metall - Kappen und metallisch
Abschlußprofile werden vollständig mit EPDM Anschlußmaterial abgedichtet. Wandverkleidungen
und Wandanschlußdetails können dann angewendet werden, wenn nicht die gesamte
Höhe bedeckt werden soll.
Verlegeanweisung:
Abschlußstein
Führen Sie das EPDM - Material bis 100 mm vor die Außenkante der Attika
um eine gute Verklebung mit dem Putz der Wand zu ermöglichen. Die EPDM -
Anschlußbahn soll sorgfältig über die gesamte Länge auf den Untergrund verklebt
werden.

Abb. 55
Metallkappen:
- Befestigen
Sie eine Holzlatte auf der Krone der Wand/ Attika.
- Führen Sie das EPDM bis 50 mm hinter die
Außenkante der Wand und verkleben Sie es auf seiner gesamten Länge vollflächig
auf dem Holz.
- Verwenden Sie verzinkte Nägel mit
einem breiten Kopf ( Durchmesser 10 mm) um den EPDM Anschlußstreifen an der vertikalen Kante alle 150 mm zu
fixieren.
- Stellen Sie sicher, daß die Metallkappe bis 25 mm unter
die Unterkante der Latte herunterreicht.

Dachabschlußprofil
aus Metall
Befestigen Sie den metallischen Dachabschlußwinkel alle 100 mm mit
geeigneten Befestigern.
Befestigen Sieden Flansch soweit wie möglich nach innen, um eine 75 mm
breite Überlappung zu beiden Seiten der Befestiger zu ermöglichen.
Reinigen Sie die Dachbahn und das Dachabschlußprofil mit Nahtreiniger
Splice Wash nach der bereits beschriebenen Methode.
Besondere
Überlegungen sind erforderlich, wenn Kupfer teile verwendet werden. Kupfer kann
entweder abgewittert oder beschichtet sein, was eine Verklebung erschwert.
Deshalb sollten besondere Reinigungstechniken verwendet werden um die
Kupferoberfläche vorzubereiten. FIRESTONE verlangt, daß Kupfer mit Azeton oder
Verdünner mit sauberen Baumwolllappen vorbehandelt wird. Bauen Sie dann
FormFlash über dem Profil unter Verwendung des Nahtklebers SpIiceAdhesive ein
und achten Sie darauf, daß die Befestigerköpfe in der Mitte des Streifens zu
liegen kommen. Rollen Sie das FormFlash mit einer
Silikongummi-Handrolle an und versiegeln Sie die exponierte Nahtkante mit
Nahtabsicherungspaste.
Eine alternative
Anschlußmethode mit QuickSeam Anschlußmaterial und QuickPrimer kann angewendet
werden.
Besondere Aufmerksamkeit muß den Querstößen
des QuickSeam Anschlußmaterials und an bauseits hergestellten Nähten geschenkt
werden, an Ecken und dort, wo angrenzende Profilteile sich überlappen. Bauen
Sie Abdeckstück ein, so wie es im folgenden
illustriert ist.


Dachabschlußprofil
aus Metall
Befestigen Sie den metallischen Dachabschlußwinkel alle 100 mm mit
geeigneten Befestigern.
Befestigen Sieden Flansch soweitwiemöglich
nach innen, um eine 75 mm breite Überlappung zu beiden Seiten der Befestiger
zu ermöglichen.
Reinigen Sie die Dachbahn und das Dachabschlußprofil mit Nahtreiniger
Splice Wash nach der bereits beschriebenen Methode.
Besondere
Überlegungen sind erforderlich, wenn Kupfer teile verwendet werden. Kupfer kann
entweder abgewittertoder beschichtet sein, was eine
Verklebung erschwert. Deshalb sollten besondere Reinigungstechniken verwendetwerden um die Kupferoberflöche
vorzubereiten. FIRESTONE verlangt, daß Kupfer mit Azeton oder Verdünner mit
sauberen Baumwolllappen vorbehandelt wird. BauenSiedannFormFlash
überdemProfilunterVerwendungdes NahtklebersSpIiceAdhesive
ein und achten Sie darauf, daß die Befestigerköpfe in der Mitte des Streifens
zu liegen kommen. Rollen Sie das FormFlash mit einer
Silikongummi-Handrolle an und versiegeln Sie die exponierte Nahtkante mit
Nahtabsicherungspaste.
Eine alternative
Anschlußmethode mit QuickSeamAnschlußmaterial und
QuickPrimer kann angewendet werden.
Besondere Aufmerksamkeit muß den Querstößen
des QuickSeam Anschlußmaterials und an bauseits hergestellten Nähten geschenkt
werden, an Ecken und dort, wo angrenzende Profilteile sich überlappen. Bauen
Sie Abdeckstück ein, so wie es im folgenden
illustriert ist.


QuickSeam Flashing


- Das Monotrim Profil erfordert keine der
angegebenen Anschlußverfahren,

107
Wandanschlußprofil

Die geforderte Höhe für diesen Anschluß ist
200 mm. In Situationen wo dies nicht möglich ist, verlangt FIRESTONE daß
sichergestellt ist, daß der Anschluß oberhalb des
höchst möglichen Wasserstandes auf dem Dach bei verstopften Abläufen angebracht
werden kann.
Geeignete Untergründe für das Wandanschlußprofil sind: glattes Mauerwerk
aus Ziegeln oder Blöcken oder ebenes Natursteinmauerwerk. Das
Wandanschlußprofil soll in keinem Fallauf Holz
montiert werden.
Zwischen zwei angrenzenden Profilen
muß eine Fuge von mindestens 5 mm frei
bleiben.
Das Wandanschlußprofil muß direkt auf dem
Mauerwerk und nicht auf eine bestehende Anschlußbahn oder einen Blechwinkel
installiert werden.
Löcher im
jeweiligen Mauerwerk müssen vorgebohrt werden, Bohren Sie nicht in die weiche
Mörtelfuge.
Vor Innen- und
Außenecken müssen die Wandanschlußprofile geschnitten werden. Biegen Sie sie
nicht um Ecken herum.
Bevor das Wandanschlußprofil angebracht wird, ziehen Sie die obersten 20
mm der Anschlußbahn zurück und tragen Sie eine Raupe Waterblock Dichtungsmasse
zwischen Wand und Dachbahn auf.
Befestigen Sie das Wandanschlußprofil mit einem zulässigen Hammerplug
System alle 200 mm. Ein gleichmäßiger Anspressdruck ist erforderlich, es kann
also eine geringerer Abstand der Befestiger nötig
sein. Jedes Profil muß max. 25 mm vor seinen Enden
fixiert sein.
Tragen Sie eine Raupe von Nahtabsicherungspaste an der
Oberkante des Profil auf.
Überall dort, wo dieses Wandanschlußdetail endet, müssen Profile
senkrecht angebracht und mit Nahtabsicherungspaste abgespritzt werden.

Gegenwinkel aus
Blei (in Mauerwerksschlitz)
Die EPDM Anschlußbahn muß auf
ihrer kompletten Höhe auf dem Untergrund verklebt und mit einer oben
Metallschiene gehalten werden.
Der Bleiwinkel muß die Anschlußbahn nach unten
um mindestens 10 mm überlappen.
Anschlüsse aus FormFlash Anschlüsse auf Holzuntergründen
können mit verzinkten Nägeln mit großen Köpfen ((10 mm) alle 150 mm fixiert
werden.
3.11
DACHBAHNREPARATUR
Anwendungsbereiche
Die Reparatur von
Löchern und Schnitten in der EPDM Dachbahn, Verunreinigungen der Dachbahn mit
nicht kompatiblen Stoffen oder Falten innerhalb eines Bereiches von 450 mm zu
beiden Seiten der Nahtfügung.
Einbauanweisungen
- Markieren Sie
die Fehlstelle mit einer für Gummi geeigneten weißen Kreide sobald Sie sie bei
der Verlegung bemerken.
Schnitte und größere Löcher in
der EPDM Dachbahn sollen mit vernetzter Dachbahn repariert werden. Kleine
Löcher können mit einem Abdeckstück aus FormFlash repariert werden.
Formflash

Die Reparatur muß die beschädigte Stelle in allen Richtungen überlappen.
Alle Stücke des Reparaturflickens müssen abgerundet werden. Die Reparaturen
müssen mit Nahtkleber ausgeführt werden. Die Verwendung des QuickSeam -
selbstklebendes Nahtfügungsbandes ist nicht zulässig.
Wenn eine Dachbahn repariert
werden soll, die bereits einige Zeit im Einsatz gewesen ist, so muß der zu verklebende Bereich gründlich vorbereitet
werden. Schrubben Sie ihn zuerst mit einer Bürste und warmem Seifenwasser
gründlich ab, spülen mit klarem Wasser nach und trocknen die Stellen dann mit
trockenen Baumwollappen.
Reiben Sie schließlich diesen
Bereich gründlich mit QuickPrimer ab bevor der Nahtkleber aufgetragen wird. In
erheblich verunreinigten Zonen kann zusätzliches Reinigen erforderlich werden.
Bereiche, die mit
schädlichen Stoffen wie u.a. frischem Bitumen, mit Petroleum verwandten
Produkten, Fetten. Ölen, tierischen Fetten, Spachtelmassen auf der Basis von
Teer (Kohle), Öl oder Kunststoff in Kontakt waren, müssen auf
Beeinträchtigungen hin untersucht werden. Entfernen Sie unverzüglich alle
losen, ungebundenen Mengen der Verunreinigungen und ersetzen sie die
betroffenen Bereiche durch neue Dachbahn.
3. VERLEGUNG
- Auf eine Naht zulaufende Falten oder solche, die
sich innerhalb einer 450 mm breiten Zone beiderseits eines Saums befinden,
müssen aufgeschnitten und mit einem Abdeckstück aus vernetztem EPDM ohne
werkseitige Stöße repariert werden.
EPDM

Stellen Sie eine Verklebung her, die
die Falte in allen Richtungen um mindestens 100 mm überlappt. Wenn die Falte im
FormFlash - Material auftaucht, verwenden Sie FormFlash zur Behebung des
Problems.
- Verwenden Sie
flach auf die Dachbahn aufgelegte Scheren um Falten wegzuschneiden.
Lose Dachbahnteile sollen mit Nahtkleber verklebt werden, Rollen Sie sodann den
Flicken mit einer Silokongummirolle an.
Reinigen Sie den Bereich um den Schnitt herum und
reparieren Sie ihn mit einem Flicken aus vernetztem EPDM. Alle exponierten
Nahtkanten werden mit Nahtabsicherungspaste versiegelt.
3.12 VERSCHIEDENES
Dieser
Abschnitt behandelt die folgenden Themen:
• Wartungswege auf dem Dach
• Anstriche auf EPDM - Dachbahnen
• Provisorischer Abschluss der Abdichtungsarbeiten •
Blitzschutz
Wartungswege
auf dem Dach:
FIRESTONE QuickSeam EPDM -
Gehwegplatten: Legen Sie die Platten mit der glatten Oberfläche zur vollendeten
EPDM - Dachabdichtung aus. Lassen Sie mindestens 25 mm maximal jedoch 80 mm
Abstand um die Entwässerung quer zum Gehweg zu ermöglichen. Kommen die Platten
über oder innerhalb einer bauseits hergestellten Naht zu liegen überdecken Sie
diese mit einem Stück FormFlash, Das Abdeckstück aus FormFlash soll unter der
Gehwegplatte in jeder Achse 150 mm herausgeführt werden, Die zu verklebende
Fläche muß mit QuickPrimer vorbehandelt werden. Ein
Vorreinigen mit Nahtreiniger Splice Wash kann erforderlich sein. Lassen Sie es
ablüften. Vergewissern Sie sich, daß das Primern so erfolgt ist, daß sie
Klebestreifen unter der Gehwegplatten parallel zum
Dachgefälle liegen.
Ziehen Sie das Schutzpapier von den Klebestreifen drehen
Sie die Platten um und drücken Sie sie an Ort und Stelle fest.
Wenn Sie lose
aufgelegte Betongehwegplatten verwenden wollen, verlegen Sie eine Lage der
Schutzmatte oder eine zusätzliche Schicht von EPDM - Dachbahn unter den
Platten, um diese von der Dachbahn trennen. Die gewählte Schutzlage muß wie gezeigt unter den Platten um mindestens 50 mm
herausgeführt werden.
Beschichten
der EPDM - Dachbahn
- FIRESTONE EPDM Abdichtungssysteme erfordern keinen zusätzlichen Schutz
mit einem Anstrich. Wenn aus anderen Gründen ein Anstrich ausgeschrieben ist,
vergewissern Sie sich, daß alle erforderlichen Reparaturen vorher ausgeführt
worden sind.
- Die Dachbahnen
und Anschlüsse sollten vor dem Anstrich für ungefähr zwei Wochen abgewittert
sein.
- Reinigen Sie
die Dachbahn vor dem Auftragen des Anstriches mit einem sauberes und warmes
Wasser sprühenden Hochdruckreiniger .
- Befolgen Sie die
Produktinformationen am Ende des Handbuches bezüglich des Auftrages der Top PC
- 100 Acrylanstriche .
Provisorischer
Abschluss der Abdichtungsarbeiten:
Ein provisorischer Abschluss kann das Eindringen von Feuchtigkeit in den
bereits vollendeten Dachbaufbau verhindern. Ein
solcher Abschluss muß so ausgeführt sein, dass die
abgedichtete Fläche eines Arbeitstages in wasserdichtem Zustand verbleibt.
Markieren Sie das freie Ende einer unvollendeten Fläche
auf dem Untergrund. Klappen Sie die Dachbahn um mindestens 200 mm zurück.
Verwenden Sie einen Schnurschlag um eine gerade Linie innerhalb der ersten
Markierung auf dem Untergrund zu erhalten. Tragen Sie sodann eine Raupe von
Nahtabsicherungspaste auf der Kreidelinie bei einem Verbrauch von 7 Ifdm. /
Kartusche auf. Lassen Sie die Dachbahn lose auf diese Raupe zurückklappen und
bringen Sie provisorischen Ballast auf um auf die "Naht" einen fortlaufenden
Anpressdruck aufzubringen. Verwenden Sie am folgenden Arbeitstag wieder einen
Schnurschlag um einen 200 mm breiten Dachbahnstreifen abzuschneiden.
Blitzschutz
- Siehe
Detailzeichnungen am Ende des Handbuches.

Dehnungsfuge zwischen Untergrund und aufgehendem
Bauteil.
- Nähte im
EPDM - Abdeckstück sollten mit einem Streifen von FormFlash überdeckt werden -wie unten gezeigt.

3.9 DACHRÄNDER
Anwendungsbereich:
Ein Dachranddetail soll immer dann wie vom Planer
vorgesehen ausgeführt immer dort ausgeführt werden, wo die Dachbahn auf dem
flachen Dach an eine innen- oder außenliegende Rinne anschließt.
Im Regelfall können die in diesem Abschnittgezeigten Details angewendet
werden. Setzen Sie sich mit den anwendungstechnische
Abteilung von FIRESTONE in Verbindung, wenn Sie alternative Lösungen entwickeln
wollen, die der konkreten Situation mehr angepaßt
sind.
Verlegeanweisung:
Befestigen Sie
eine Holzlatte an der Dachkante. Führen Sie die EPDM - Dachbahn mindestens 100
mm über die Außenkante der Latte und verkleben Sie sie dort auf der gesamten
Länge. Verwenden Sie Edelstahl - Schrauben um das metallische Dachrandprofil
alle 100 mm in der Randlatte zu befestigen, Wenn immer möglich, befestigen Sie
den Winkel so nahe an der Innenkante wie es geht. Stellen Sie sicher, daß die
Unterkante des Winkels um mindestens 25 mm unter der Latte liegt.

Abb. 50
Abb. 51
Schließen Sie den waagerechten Flansch der Randwinkels mit der Dachbahn
durch einen 150 mm breiten Streifen FormFlash an und verwenden Sie Nahtkleber
Splice Adhesive oder nehmen Sie hierfür QuickSeam Anschlußmaterial unter
Verwendung von QuickPrimer Sorgen Sie
für eine angemessene Überlappung, bei FormFlash 75 mm über die Innenkante des
Winkels hinaus, bei QuickSeam Anschlußmaterial 50 mm.
Besondere Überlegungen müssen angestellt werden, wenn eine Rolle
FormFlash zu ende geht, an bauseits hergestellten Nähten, an Ecken und dort, wo
angrenzende Metallwinkel sich überlappen.
Bei Dächern mit
Auflast und bei Umkehrdächern kann eine FIRESTONE - Entwässerungsschiene verwendet
werden, um ein Herunterwehen des Kieses zu vermeiden.
Stellen Sie in
diesem Fall sicher, daß die Oberkante dieses Profils mindestens 50 mm über der
Oberkante der Dachbahn liegt.
Befestigen Sie die Entwässerungsschiene alle 150 mm mit 40 mm langen
Edelstahl -Schrauben mit Gummi - Unterlegscheiben. Lassen Sie zwischen den
einzelnen Schienen einen Abstand von 5 mm. An Innen- und Außenecken müssen die
Winkel geschnitten und dann fortgesetzt werden. 25 mm vor dem Ende einer
Entwässerungsschiene muß diese befestigt werden.

3. VERLEGUNG
Vorgehängte Blechrinnen erfordern zum fachgerechten Anschluß einen geeigneten Metallanschlußwinkel, der dem
Querschnitt der Rinne angepaßt ist. Bauen Sie diesen
Winkel wie bereits beschrieben ein und verwenden Sie hierzu einen 150 mm
breiten Streifen von FormFlash oder
QuickSeam Anschlußmaterial, um das Profil anzuschließen.

Abb. 52
Vorgehängte Rinnen aus Beton sollten mit separaten
Streifen aus EPDM -Dachbahn eingedichtet werden. Die Anschlußbahn sollt auf dem
Untergrund vollflächig auf der gesamten Länge der Rinne verklebt sein.
SteIle Sie sicher, daß die Einkleidung der Rinne um 200 mm in die Dachfläche
hineingeführt wird, damit eine genügend große Überlappung für das
"Befestigerschiene in der Überlappung-"Detail
verbleibt. Die Außenkante der Rinne wird mit einem Wandabschlußdetail beendet.

Abb. 53
- Innenliegende Rinnen sollten mit separaten Anschlußstreifen
aus EPDM - Dachbahn eingedichtet werden. Der Anschlußstreifen
muß vollständig über die gesamte Ausdehnung der Rinne
vollflächig verklebt werden.

3.10
ATTIKAABSCHLÜSSE
Anwendungsbereich
Ein Attikaabschlußdetail soll wie vom Planer ausgeschrieben hergestellt
werden und ist überall dort vorzusehen, wo der EPDM - Anschluß
an einer Wand oder einer Attika endet. Der Standardabschluß Details, die in
diesem Abschnitt gezeigt werden, sind für alle FIRESTONE -Systeme anwendbar.
Setzen Sie sich mit der anwendungstechnische Abteilung von FIRESTONE in
Verbindung, wenn besondere Umstände auf dem Dach die Entwicklung eines alternativen
Details erforderlich machen.
Abschlußsteine, Metall - Kappen und metallisch
Abschlußprofile werden vollständig mit EPDM Anschlußmaterial abgedichtet.
Wandverkleidungen und Wandanschlußdetails können dann angewendet werden, wenn
nicht die gesamte Höhe bedeckt werden soll.
Verlegeanweisung:
Abschlußstein
Führen Sie das EPDM - Material bis 100 mm vor die Außenkante der Attika
um eine gute Verklebung mit dem Putz der Wand zu ermöglichen. Die EPDM -
Anschlußbahn soll sorgfältig über die gesamte Länge auf den Untergrund verklebt
werden.

Abb. 55
Metallkappen:
- Befestigen
Sie eine Holzlatte auf der Krone der Wand/ Attika.
- Führen Sie das EPDM bis 50 mm hinter die
Außenkante der Wand und verkleben Sie es auf seiner gesamten Länge vollflächig
auf dem Holz.
- Verwenden Sie verzinkte Nägel mit
einem breiten Kopf ( Durchmesser 10 mm) um den EPDM Anschlußstreifen an der vertikalen Kante alle 150 mm zu
fixieren.
- Stellen Sie sicher, daß die Metallkappe bis 25 mm unter
die Unterkante der Latte herunterreicht.

Dachabschlußprofil
aus Metall
Befestigen Sie den metallischen Dachabschlußwinkel alle 100 mm mit
geeigneten Befestigern.
Befestigen Sieden Flansch soweit wie möglich nach innen, um eine 75 mm
breite Überlappung zu beiden Seiten der Befestiger zu ermöglichen.
Reinigen Sie die Dachbahn und das Dachabschlußprofil mit Nahtreiniger
Splice Wash nach der bereits beschriebenen Methode.
Besondere
Überlegungen sind erforderlich, wenn Kupfer teile verwendet werden. Kupfer kann
entweder abgewittert oder beschichtet sein, was eine Verklebung erschwert.
Deshalb sollten besondere Reinigungstechniken verwendet werden um die
Kupferoberfläche vorzubereiten. FIRESTONE verlangt, daß Kupfer mit Azeton oder
Verdünner mit sauberen Baumwolllappen vorbehandelt wird. Bauen Sie dann FormFlash
über dem Profil unter Verwendung des Nahtklebers SpIiceAdhesive ein und achten
Sie darauf, daß die Befestigerköpfe in der Mitte des Streifens zu liegen
kommen. Rollen Sie das FormFlash mit einer
Silikongummi-Handrolle an und versiegeln Sie die exponierte Nahtkante mit
Nahtabsicherungspaste.
Eine alternative
Anschlußmethode mit QuickSeam Anschlußmaterial und QuickPrimer kann angewendet
werden.
Besondere Aufmerksamkeit muß den Querstößen
des QuickSeam Anschlußmaterials und an bauseits hergestellten Nähten geschenkt
werden, an Ecken und dort, wo angrenzende Profilteile sich überlappen. Bauen
Sie Abdeckstück ein, so wie es im folgenden
illustriert ist.


Dachabschlußprofil
aus Metall
Befestigen Sie den metallischen Dachabschlußwinkel alle 100 mm mit geeigneten
Befestigern.
Befestigen Sieden Flansch soweitwiemöglich
nach innen, um eine 75 mm breite Überlappung zu beiden Seiten der Befestiger
zu ermöglichen.
Reinigen Sie die Dachbahn und das Dachabschlußprofil mit Nahtreiniger
Splice Wash nach der bereits beschriebenen Methode.
Besondere
Überlegungen sind erforderlich, wenn Kupfer teile verwendet werden. Kupfer kann
entweder abgewittertoder beschichtet sein, was eine
Verklebung erschwert. Deshalb sollten besondere Reinigungstechniken verwendetwerden um die Kupferoberflöche
vorzubereiten. FIRESTONE verlangt, daß Kupfer mit Azeton oder Verdünner mit
sauberen Baumwolllappen vorbehandelt wird. BauenSiedannFormFlash
überdemProfilunterVerwendungdes NahtklebersSpIiceAdhesive
ein und achten Sie darauf, daß die Befestigerköpfe in der Mitte des Streifens
zu liegen kommen. Rollen Sie das FormFlash mit einer
Silikongummi-Handrolle an und versiegeln Sie die exponierte Nahtkante mit
Nahtabsicherungspaste.
Eine alternative
Anschlußmethode mit QuickSeamAnschlußmaterial und
QuickPrimer kann angewendet werden.
Besondere Aufmerksamkeit muß den Querstößen
des QuickSeam Anschlußmaterials und an bauseits hergestellten Nähten geschenkt
werden, an Ecken und dort, wo angrenzende Profilteile sich überlappen. Bauen
Sie Abdeckstück ein, so wie es im folgenden
illustriert ist.


QuickSeam Flashing


- Das Monotrim Profil erfordert keine der
angegebenen Anschlußverfahren,

107
Wandanschlußprofil

Die geforderte Höhe für diesen Anschluß ist
200 mm. In Situationen wo dies nicht möglich ist, verlangt FIRESTONE daß
sichergestellt ist, daß der Anschluß oberhalb des
höchst möglichen Wasserstandes auf dem Dach bei verstopften Abläufen angebracht
werden kann.
Geeignete Untergründe für das Wandanschlußprofil sind: glattes Mauerwerk
aus Ziegeln oder Blöcken oder ebenes Natursteinmauerwerk. Das
Wandanschlußprofil soll in keinem Fallauf Holz
montiert werden.
Zwischen zwei angrenzenden Profilen
muß eine Fuge von mindestens 5 mm frei
bleiben.
Das Wandanschlußprofil muß direkt auf dem
Mauerwerk und nicht auf eine bestehende Anschlußbahn oder einen Blechwinkel
installiert werden.
Löcher im
jeweiligen Mauerwerk müssen vorgebohrt werden, Bohren Sie nicht in die weiche
Mörtelfuge.
Vor Innen- und
Außenecken müssen die Wandanschlußprofile geschnitten werden. Biegen Sie sie
nicht um Ecken herum.
Bevor das Wandanschlußprofil angebracht wird, ziehen Sie die obersten 20
mm der Anschlußbahn zurück und tragen Sie eine Raupe Waterblock Dichtungsmasse
zwischen Wand und Dachbahn auf.
Befestigen Sie das Wandanschlußprofil mit einem zulässigen Hammerplug
System alle 200 mm. Ein gleichmäßiger Anspressdruck ist erforderlich, es kann
also eine geringerer Abstand der Befestiger nötig
sein. Jedes Profil muß max. 25 mm vor seinen Enden
fixiert sein.
Tragen Sie eine Raupe von Nahtabsicherungspaste an der
Oberkante des Profil auf.
Überall dort, wo dieses Wandanschlußdetail endet, müssen Profile
senkrecht angebracht und mit Nahtabsicherungspaste abgespritzt werden.

Gegenwinkel aus
Blei (in Mauerwerksschlitz)
Die EPDM Anschlußbahn muß auf
ihrer kompletten Höhe auf dem Untergrund verklebt und mit einer oben
Metallschiene gehalten werden.
Der Bleiwinkel muß die Anschlußbahn nach unten
um mindestens 10 mm überlappen.
Anschlüsse aus FormFlash Anschlüsse auf Holzuntergründen
können mit verzinkten Nägeln mit großen Köpfen ((10 mm) alle 150 mm fixiert
werden.
3.11
DACHBAHNREPARATUR
Anwendungsbereiche
Die Reparatur von
Löchern und Schnitten in der EPDM Dachbahn, Verunreinigungen der Dachbahn mit
nicht kompatiblen Stoffen oder Falten innerhalb eines Bereiches von 450 mm zu
beiden Seiten der Nahtfügung.
Einbauanweisungen
- Markieren Sie
die Fehlstelle mit einer für Gummi geeigneten weißen Kreide sobald Sie sie bei
der Verlegung bemerken.
Schnitte und größere Löcher in
der EPDM Dachbahn sollen mit vernetzter Dachbahn repariert werden. Kleine
Löcher können mit einem Abdeckstück aus FormFlash repariert werden.
Formflash

Die Reparatur muß die beschädigte Stelle in allen Richtungen überlappen.
Alle Stücke des Reparaturflickens müssen abgerundet werden. Die Reparaturen
müssen mit Nahtkleber ausgeführt werden. Die Verwendung des QuickSeam -
selbstklebendes Nahtfügungsbandes ist nicht zulässig.
Wenn eine Dachbahn repariert
werden soll, die bereits einige Zeit im Einsatz gewesen ist, so muß der zu verklebende Bereich gründlich vorbereitet
werden. Schrubben Sie ihn zuerst mit einer Bürste und warmem Seifenwasser
gründlich ab, spülen mit klarem Wasser nach und trocknen die Stellen dann mit
trockenen Baumwollappen.
Reiben Sie schließlich diesen
Bereich gründlich mit QuickPrimer ab bevor der Nahtkleber aufgetragen wird. In
erheblich verunreinigten Zonen kann zusätzliches Reinigen erforderlich werden.
Bereiche, die mit
schädlichen Stoffen wie u.a. frischem Bitumen, mit Petroleum verwandten
Produkten, Fetten. Ölen, tierischen Fetten, Spachtelmassen auf der Basis von
Teer (Kohle), Öl oder Kunststoff in Kontakt waren, müssen auf
Beeinträchtigungen hin untersucht werden. Entfernen Sie unverzüglich alle
losen, ungebundenen Mengen der Verunreinigungen und ersetzen sie die
betroffenen Bereiche durch neue Dachbahn.
3. VERLEGUNG
- Auf eine Naht zulaufende Falten oder solche, die
sich innerhalb einer 450 mm breiten Zone beiderseits eines Saums befinden,
müssen aufgeschnitten und mit einem Abdeckstück aus vernetztem EPDM ohne
werkseitige Stöße repariert werden.
EPDM

Stellen Sie eine Verklebung her, die
die Falte in allen Richtungen um mindestens 100 mm überlappt. Wenn die Falte im
FormFlash - Material auftaucht, verwenden Sie FormFlash zur Behebung des
Problems.
- Verwenden Sie
flach auf die Dachbahn aufgelegte Scheren um Falten wegzuschneiden.
Lose Dachbahnteile sollen mit Nahtkleber verklebt werden, Rollen Sie sodann den
Flicken mit einer Silokongummirolle an.
Reinigen Sie den Bereich um den Schnitt herum und
reparieren Sie ihn mit einem Flicken aus vernetztem EPDM. Alle exponierten
Nahtkanten werden mit Nahtabsicherungspaste versiegelt.
3.12 VERSCHIEDENES
Dieser
Abschnitt behandelt die folgenden Themen:
• Wartungswege auf dem Dach
• Anstriche auf EPDM - Dachbahnen
• Provisorischer Abschluss der Abdichtungsarbeiten •
Blitzschutz
Wartungswege
auf dem Dach:
FIRESTONE QuickSeam EPDM -
Gehwegplatten: Legen Sie die Platten mit der glatten Oberfläche zur vollendeten
EPDM - Dachabdichtung aus. Lassen Sie mindestens 25 mm maximal jedoch 80 mm
Abstand um die Entwässerung quer zum Gehweg zu ermöglichen. Kommen die Platten
über oder innerhalb einer bauseits hergestellten Naht zu liegen überdecken Sie
diese mit einem Stück FormFlash, Das Abdeckstück aus FormFlash soll unter der Gehwegplatte
in jeder Achse 150 mm herausgeführt werden, Die zu verklebende Fläche muß mit QuickPrimer vorbehandelt werden. Ein Vorreinigen
mit Nahtreiniger Splice Wash kann erforderlich sein. Lassen Sie es ablüften.
Vergewissern Sie sich, daß das Primern so erfolgt ist, daß sie Klebestreifen
unter der Gehwegplatten parallel zum Dachgefälle
liegen.
Ziehen Sie das Schutzpapier von den Klebestreifen drehen
Sie die Platten um und drücken Sie sie an Ort und Stelle fest.
Wenn Sie lose
aufgelegte Betongehwegplatten verwenden wollen, verlegen Sie eine Lage der
Schutzmatte oder eine zusätzliche Schicht von EPDM - Dachbahn unter den
Platten, um diese von der Dachbahn trennen. Die gewählte Schutzlage muß wie gezeigt unter den Platten um mindestens 50 mm
herausgeführt werden.
Beschichten
der EPDM - Dachbahn
- FIRESTONE EPDM Abdichtungssysteme erfordern keinen zusätzlichen Schutz
mit einem Anstrich. Wenn aus anderen Gründen ein Anstrich ausgeschrieben ist,
vergewissern Sie sich, daß alle erforderlichen Reparaturen vorher ausgeführt
worden sind.
- Die Dachbahnen
und Anschlüsse sollten vor dem Anstrich für ungefähr zwei Wochen abgewittert
sein.
- Reinigen Sie
die Dachbahn vor dem Auftragen des Anstriches mit einem sauberes und warmes
Wasser sprühenden Hochdruckreiniger .
- Befolgen Sie die
Produktinformationen am Ende des Handbuches bezüglich des Auftrages der Top PC
- 100 Acrylanstriche .
Provisorischer
Abschluss der Abdichtungsarbeiten:
Ein provisorischer Abschluss kann das Eindringen von Feuchtigkeit in den
bereits vollendeten Dachbaufbau verhindern. Ein
solcher Abschluss muß so ausgeführt sein, dass die
abgedichtete Fläche eines Arbeitstages in wasserdichtem Zustand verbleibt.
Markieren Sie das freie Ende einer unvollendeten Fläche
auf dem Untergrund. Klappen Sie die Dachbahn um mindestens 200 mm zurück.
Verwenden Sie einen Schnurschlag um eine gerade Linie innerhalb der ersten
Markierung auf dem Untergrund zu erhalten. Tragen Sie sodann eine Raupe von
Nahtabsicherungspaste auf der Kreidelinie bei einem Verbrauch von 7 Ifdm. /
Kartusche auf. Lassen Sie die Dachbahn lose auf diese Raupe zurückklappen und
bringen Sie provisorischen Ballast auf um auf die "Naht" einen
fortlaufenden Anpressdruck aufzubringen. Verwenden Sie am folgenden Arbeitstag
wieder einen Schnurschlag um einen 200 mm breiten Dachbahnstreifen
abzuschneiden.
Blitzschutz
- Ggf. den Hersteller Firestone
kontaktieren oder einen Fachbetrieb (Dachdecker).
Alle Ausführungen durch
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