
Verarbeitung der PVC-DichtungsbahnenIn der Regel liefern wir Ihnen die Teichfolien nach Maß in einem Stück und Sie werden vermutlich nie Ihre Dichtungsbahnen miteinander verschweißen. Für Kunden die Ihre PVC-Dichtungsbahnen selber verschweißen möchten, folgende hierzu einige Hinweise. |
|
Verlegung der DichtungsbahnenJe höher die Außentemperaturen, je beser lassen sich die PVC-Dichtungsbahnen bewegen und verarbeiten.Die Verarbeitung der Dichtungsbahnen darf nur bei Temperaturen von über + 5° C und auf trockenem Untergrund erfolgen. Zusätzlich zu den hier aufgeführten Verarbeitungsmöglichkeiten können Sie ggf. die PVC-Teichfolie auch mit einem PVC-Folienkleber verbinden, bitte fragen Sie unser Fachpersonal. |
|
AllgemeinAuf das bauseits vorbereitete Feinplanum sind die Dichtungsbahnen auszurollen, auszurichten und auf Länge abzuschneiden. Die einzelnen Bahnen sind dann gemäß der nachfolgenden Ausführungen homogen miteinander zu verschweißen. Je nach Gegebenheit können die Dichtungsbahnen auch zu Planen vorkonfektioniert werden, sofern das Baugrubenprofil entspechende Flächigkeiten aufweist. |
LagerungDie Dichtungsplanen sind liegend auf trockenem, ebenen Untergrund zu lagern. Stapelhöhen von max. 3 Rollen übereinander. Quellschweißmittel sind in gesonderten Räumen zu lagern. Behördlliche Vorschriften sind zu beachten. |
ArbeitsschutzBei Arbeiten mit dem Quellschweißmittel und PVC Lösungen sind die gültigen Unfallverhütungsvorschriften zu beachten. Ganz allgemein ist im Umgang mit vorgenannten Hilfsmitteln zu beachten:
|
FügetechnikDie Teichbahnen bestehen aus PVC-P und können nach folgendem Verfahren gefügt werden:
|
Quellschweißen |
|
AllgemeinesBeim Quellschweißen sind die trockenen, sauberen Verbindungsflächen mit Quellschweißmittel anzulösen und unter Druck zu verbinden. Quellschweißen ist auf offenen Baustellen eine zuverlässige und einfache Verbindungsmethode. In geschlossenen Räumen ist die Verwendung von Quellschweißmitteln bedingt erlaubt (siehe Merkblatt über den Umgang mit Tetrahydrofuran).Es darf nur unverdünntes Original Quellschweißmittel (THF) verwendet werden. Ausführung der QuellschweißungZum Quellschweißen wird das Quellschweißmittel mit einem ca. 5 cm breiten, ungeleimten Flachpinsel, Borstenlänge ca. 4 cm, in die Überdeckung in Längsrichtung eingebracht. Die obere und untere Bahn müssen in einem Zug angelöst werden und sollen, zum Beispiel mit der Hand, leicht zusammengedrückt werden. Dabei lässt sich durch leichten Druck mit der Handkante gleichzeitig auch die Schweißbreite begrenzen. Entsprechend dem Schweißfortgang wird die frisch geschweißte Naht mit einem Polyethylen-Sandsack belastet.Das Quellschweißmittel soll nicht überdosiert werden, damit es nicht hinter der Naht verlaufen beziehungsweise sich nicht ungewollt verteilen kann. Die Verschweißbreite soll nach allgemeinen Vorschriften bei mindestens 5 cm Nahtüberdeckung 3 cm betragen. In der Praxis hat sich herausgestellt, daß bei bestimmten Detailausbildungen auch mit geringeren Schweißbreiten einwandfreie Dichtigkeit erreicht werden. Bei Verlegetemperaturen unter + 5° C ist das Vorwärmen des Schweißbereiches mit einem Heißluftgerät erforderlich. NacharbeitenSollten trotz größter Sorgfalt durch widrige Umstände Nahtkanten leicht abstehen, so müssen diese mit einem Handschweißgerät (siehe Warmgasschweißen) nachgearbeitet werden.![]() Nahtverbindung durch Quellschweißen ![]() Gleichmäßiger Andruck durch Sandsack (Polyethylenschlauch) |
|
Warmgasschweißen - Heißluftschweißen |
|
AllgemeinesWarmgasschweißen (Heißluftschweißen) ist da anzuwenden, wo Quellschweißen nicht möglich ist, z. B. in Räumen, die nicht ausreichend für Quellschweißungen zu be- und entlüften sind.Die Verschweißungszonen müssen frei von Verunreinigungen sein. Bei verschmutzten Nahtflächen ist eine Reinigung mit warmem Wasser möglich. Falten und Quetschungen im Nahtbereich der Bahn sowie Kreuzstöße sind zu vermeiden. Warmgasschweißungen sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
Achtung: Warmgasschweißung nicht bei Bahnendicken unter 1,0 mm. Ausführung der Warmgasschweißung – HandschweißungDie Schweißdüse mit Flachschlitz soll eine Breite von 4 cm haben. Die notwendige Schweißtemperatur ist einzuhalten und muss vorher an einem Folienmuster beidseitig ermittelt werden. Die Herstellung der Nahtverbindung erfolgt in zwei Arbeitsgängen. Zunächst wird die hintere Nahtkante in 1 bis 2 cm Breite vorfixiert, damit beim anschließenden zweiten Arbeitsgang keine Heißluft unter der überdeckenden Bahn entweichen kann. Die Schweißdüse des Handschweißgerätes wird so in die Überlappung eingeführt, dass beide Nahtflächen gleichmäßig erwärmt und mittels einer 4 cm breiten Andrückrolle, die kontinuierlich in Schweißrichtung geführt wird, homogen verbunden werden.
Warmgasschweißen mit einem Handschweißgerät Ausführung der Warmgasschweißung – mit SchweißautomatenDie notwendige Lufttemperatur im Schweißgerät beträgt ca. 500° C. Neuartige Geräte verfügen über einen automatischen Regler, der Temperaturschwankungen durch Spannungsschwankungen ausgleicht. Die Schweißdüse und die Andrückrolle haben eine Breite von > 4 cm. Die Fahrgeschwindigkeit und die Heißlufttemperatur müssen regelbar sein. Der erforderliche Anpressdruck auf die Schweißnaht wird im Normalfall erreicht durch ein zusätzliches Auflagegewicht von 7 bis 13 kg.Schweißtemperatur und Schweißgeschwindigkeit müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass im Nahtbereich weder Fehlstellen noch Materialverformungen auftreten. Leistungsabfall durch Stromschwankungen ist, z. B. durch den Einsatz von Stromaggregaten, zu vermeiden. ![]() Für jedes Schweißgerät ist ein eigener Stromkreis erforderlich. Vor Beginn der Schweißarbeiten ist eine Probeschweißung durchzufüren, um eine einwandfreie Geräteeinstellung zu gewährleisten. Hochfrequenzschweißung HF nach DIN 1910 Teil 3Diese Form der Schweißung erfolgt nur stationär und dient zur Herstellung von vorgefertigten Planen. Die Bahnen werden im Überlappbereich zwischen den Elektroden durch hohe Frequenz erwärmt und unter Kraft/Druck geschweißt.Achtung: Hochfrequenzschweißen nicht über Bahnendicke 0,8 mm. Prüfungen der NahtverbindungenPrüfungen der Nahtverbindungen sind gemäß DIN 18195, Teil 3 durchzuführen mit Hilfe der:
ReißnadelprüfungZur Prüfung von Längs- und Quernähten ist die Reißnadel unter leichtem Druck entlang der Nahtkante zu führen. An Fehlstellen trennt die Nadelspitze die überlappenden Bahnen deutlich voneinander. Fehlstellen sind zu markieren und mit einem Warmgas-Handschweißgerät auszubessern.
AnblasprüfungMit einem Handgerät für Warmgasschweißungen wird die Schweißnahtkante angeblasen. Die Temperatur des Warmgases soll, ca. 5 mm von der Düse gemessen, max. +150° C betragen. Es ist eine Runddüse oder eine höchstens 20 mm breite Flachdüse zu verwenden. An schlecht verschweißten Stellen hebt sich die obere Bahn deutlich von der unteren ab.Optische PrüfungEs wird beim Schweißautomaten die Schweißraupe an der Nahtkante durch Betrachten auf Lücken beobachtet. Fehlstellen überprüfen und ausbessern.VakuumprüfungDiese Prüfung wird vorzugsweise an T-Stoßverbindungen mit einem Vakuumprüfgerät angewendet. Es arbeitet mit einem Unterdruck, wobei die Qualität der Schweißverbindungen zugleich auf Festigkeit und Dichtigkeit überprüft wird. Fehler in bezug auf Dichtigkeit und Festigkeit werden mit Sicherheit erkannt.Bei der Vakkuumprüfung wird eine durchsichtige Prüfglocke auf die Naht- oder Stoßverbindung aufgesetzt, und die sich in der Glocke befindliche Luft abgesaugt, so dass ein Unterdruck entsteht. ![]() Die Prüfglocke weist am Rand einen Anpress-Dichtring aus Kunstkautschuk auf, damit ein luftdichter Abschluss zwischen Prüfglocke und Dichtungsschicht gewährleistet ist. Der Unterdruck soll - 0,2 bis - 0,3 bar betragen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn sich der Unterdruck aufbauen und über einen bestimmten Zeitraum halten lässt. Zur besseren Erkennung von Undichtigkeiten kann die Nahtkante mit einer farbigen Seifenlauge eingestrichen werden. Im Falle einer Undichtigkeit entstehen deutlich sichtbare Seifenblasen. Absichern der Naht- und StoßkantenBei allen mit THF geschweißten Nähten sind die Kanten mit PVC-Lösung abzusichern. Durch das Absichern wird eine optimale Fügetechnik erreicht. Die PVC-Lösung ist mittels PE-Flaschen mit auswechselbaren Ausflussröhrchen aufzubringen. PVC-Lösung auf Konsistenz prüfen (vor Gebrauch ist die PVC-Lösung kräftig aufzurühren) !Falls erforderlich mit THF verdünnen und gut vermischen ! PVC-Lösung soll in der Vertikalen maximal 5 cm nachfließen. ![]() Alle Ausführungen durch Copyright © geschützt. |
|